"Frieden für Palästina: Gegen Gewalt, für Menschenrechte" heißt die Großdemo, zu der die Veranstalter am Samstag in Wien aufrufen. Sie soll Tausende Menschen an- und am Nachmittag durch Wien über die Mariahilfer Straße ziehen. Gefordert werde laut den Veranstaltern ein "sofortiger Waffenstillstand in Gaza, die Freilassung der israelischen und palästinensischen Geiseln, die Aufhebung der Blockade Gazas und ein Ende der Gewalt im Westjordanland".
Gleichzeitig wird die österreichische Bundesregierung aufgefordert, "sich auf internationaler Ebene für einen Waffenstillstand und die strikte Einhaltung des Völkerrechts einzusetzen".
Seit Mitte Oktober kommt es in Wien nach dem brutalen Terror-Angriff der Hamas auf israelische Zivilisten zu propalästinensischen Kundgebungen. Besonders schockierend: Am 11. Oktober versammelten sich Teilnehmer zu einer behördlich untersagten Demonstration am Wiener Stephansplatz – einige Teilnehmer feierten dabei die Gräueltaten der Hamas mit Sprüchen und Plakaten.
Gefordert wurde in lauten Rufen ein Palästina "from the river to the sea", also vom Jordan bis zum Mittelmeer. Der Staat Israel solle also auf Wunsch der fanatisierten und radikalisierten Teilnehmer völlig ausgelöscht werden.
Eine Vorwarnung gibt es allerdings von den Veranstaltern der Demo am Samstag. In einer Aussendung heißt es: "Sollte es zu antisemitischen oder rechtsradikalen Aktionen oder Parolen kommen, werden diese unverzüglich von den Ordnern und Ordnerinnen gestoppt und die verantwortliche Person wird aufgefordert sich von der Veranstaltung zu distanzieren."
Die Demonstration beginnt um 15 Uhr am Christian-Broda-Platz und wird friedlich über die Mariahilfer Straße bis zum Platz der Menschenrechte führen. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen sind gebeten, "sich solidarisch zu zeigen und gemeinsam eine Botschaft des Friedens und der Hoffnung zu senden".