Neue Park-Jahreskarte gilt nur zehn Monate lang

Ab Sommer werden am Urfahrmarktgelände Parkgebühren eingehoben.
Ab Sommer werden am Urfahrmarktgelände Parkgebühren eingehoben.Bild: Stadt Linz
Jetzt soll es schnell gehen: Ab Sommer muss man für das Parken am Urfahrmarktgelände zahlen. Kurios: Die Jahreskarte gilt nur etwa zehn Monate.
Es ist ein Thema, dass schon seit Jahren heiß diskutiert wird: die Parkgebühren am Urfahranermarktgelände. Nun soll endlich eine Entscheidung fallen. SPÖ und FPÖ wollen, dass ab Sommer das Gelände für rund 1.000 Fahrzeuge gebührenpflichtig (Montag bis Freitag) wird.

Es wird genau 250 Jahreskarten um jeweils 365 Euro (eine Jahreskarte der Linz-Linien kostet gleich viel) geben, sowie eine Tageskarte um drei Euro und ein Fünf-Stunden-Ticket um zwei Euro.

Kurios bei der Jahreskarte: Sie gilt nämlich nicht 12 sondern nur etwa zehn Monate. Denn, wenn Urfahranermarkt ist, kann man auf dem Gelände natürlich nicht parken. "Wer sich eine Jahreskarte kauft, wird auf diesen Umstand natürlich hingewiesen" sagt Infrastruktur-Stadtrat Markus Hein (FPÖ).

Und er verteidigt den Schritt: „In keiner anderen Stadt Europas gibt es einen Gratisparkplatz dieser Dimension in zentraler Lage. Wir kommen an einer Vergebuhrung dieses Areals nicht mehr vorbei."

CommentCreated with Sketch.3 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. „Das ist auch nur fair den Linzerinnen und Linzern gegenüber, die überall sonst in der Innenstadt bezahlen müssen, fürs Kurzparken oder ihre Bewohnerparkkarte", bekommt er von SPÖ-Klubobmann Stefan Giegler Unterstützung.

Keine Freude hat die ÖVP mit der Vergebührung. Klubobmann Martin Hajart: "Linz braucht einen Park& Ride-Turbo und Öffi-Attraktivierung, vorher braucht man nicht über die Gebühren sprechen."

Und die Grünen sind verschnupft, weil SPÖ und FPÖ wieder einmal einen Alleingang machen. Zudem gebe es noch keinerlei offizielle Unterlagen zu dem Vorhaben. "Es braucht ein Konzept, damit es nicht zu einer zusätzlichen Belastung der Bewohner in diesem Stadtteil kommt", fordert Stadträdin Eva Schobesberger.

FPÖ war 2014 noch skeptisch



Wie schwierig das Thema vor allem politisch ist, zeigt die Tatsache, dass die FPÖ noch 2014 eine ganz andere Meinung hatte. Damals meinte der jetzige Vize-Bürgermeister Detlef Wimmer (FPÖ): "Neue Gebühren wären eine Erpressung, wenn es nicht mehr Park&Ride-Anlagen am Stadtrand oder den Umlandgemeinden gibt."



(gs)

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