Neue Parkpickerl-Zone: Anrainer fürchten "Straforgie"

In drei Grätzln wird die Gebührenpflicht eingeführt. Am Wolfersberg fürchten Anrainer, das sie trotz Parkpickerl mit Strafzettel eingedeckt werden. 

In den engen Gassen am Wolfersberg in Wien-Penzing müssen sich Lenker an den geparkten Autos vorbeizwängen – es geht sich oft nur um Haaresbreite aus. Die vorgeschriebene Restfahrbahnbreite von 2,60 Meter kann auch am Sonnenweg nicht eingehalten werden. "Bisher wurde das aber geduldet", berichtet Anrainerin Elisabeth K. (45).

Ab 4. Juli Gebührenpflicht

Kontrollen gab es bisher keine, doch damit ist es nun bald vorbei: "Ab 4. Juli gilt auch bei uns das Parkpickerl. Dann wird auch der Abstand kontrolliert werden", befürchtet die Wienerin. "Das Auto abzustellen wäre illegal. Wir haben Angst, dass wir jeden Tag abgestraft werden." Das Parkpickerl würde die Situation für die Anrainer "verschlechtern". "Auch jetzt ist nicht alles vollgeparkt."

Parken wird legalisiert

Die Stadt will den Anrainerin die Angst nehmen. Am Wolfersberg laufe bereits eine Verkehrsuntersuchung, wo das Autoabstellen mit Markierungen erlaubt werden kann, heißt es aus der zuständigen MA 46 in Wien. Bis Anfang Juli soll das Konzept dann fertig sein. "Das Parken wird im Zuge der Ausweitung des Parkpickerls legalisiert."

Neben dem Wolfersberg in Wien-Penzing wird das Parkpickerl zu Ferienbeginnn auch in der Wienerwaldsiedlung "Waldandacht" in Wien-Hernals und im grünen Prater (Wien-Leopoldstadt) eingeführt. Die Gratis-Parkzonen werden in Wien immer weniger. 

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