Eine neue Betrugsmasche macht derzeit im Internet die Runde: Cyberkriminelle versenden E-Mails, die vorgeben, automatische Transkripte von Voicemails zu enthalten. In Wahrheit handelt es sich um Phishing-Versuche, mit denen die Angreifer an Microsoft-Zugangsdaten gelangen wollen.
Die Dimension der Angriffe ist enorm: Innerhalb von nur zwei Wochen im August 2026 wurden mehr als 58.000 solcher schädlichen E-Mails registriert. Um Spam-Filter zu umgehen, nutzen die Betrüger über 38.000 manipulierte Absenderadressen und mehr als 9.300 gefälschte Domains.
Die Mails sind besonders tückisch gestaltet, wie es bei CHIP unter Berufung auf Check Point Research heißt: Der Betreff lautet meist "Automated transcript", gefolgt von einer teilweise verdeckten Telefonnummer und einem Tracking-Code. Auf der gefälschten Anmeldeseite wird das E-Mail-Konto des Opfers bereits automatisch eingetragen, was die Glaubwürdigkeit erhöht.
Experten raten zu besonderer Vorsicht bei unerwarteten Mails dieser Art. Selbst wenn die Absenderadresse intern wirkt, sollte die Echtheit im Zweifel über einen anderen Kommunikationsweg geprüft werden. Besonders Unternehmen, bei denen die automatische Verschriftlichung von Anrufen zum Arbeitsalltag gehört, sind im Visier der Angreifer.
Bei einem Verdacht sollten Betroffene sofort ihre Zugangsdaten ändern und verdächtige Sitzungen beenden. Eine schnelle Warnung an Kollegen kann verhindern, dass weitere Mitarbeiter auf den Trick hereinfallen. Wer auf den Betrug hereinfällt, muss unter Umständen sogar mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen rechnen.