Neue Pläne – das geschieht nach dem Tod der Queen

Wer was zu tun hat, wenn die britische Monarchin Elizabeth II. (95) das Zeitliche segnet, ist bis ins Detail festgelegt – im Geheimen. Die Details.

Die Queen erfreut sich zwar robuster Gesundheit, ist aber doch schon stattliche 95 Jahre alt. Im vergangenen April verstarb ihr Gatte Prinz Philip im Alter von 100 Jahren. Sie selbst regiert Großbritannien seit nahezu 70 Jahren. Da erstaunt es nicht weiter, dass sich die Behörden im Stillen und über alle Bereiche hinweg mit dem Szenario des Todes der Herrscherin auseinandersetzen – zumal erwartet wird, dass das Ereignis Zehntausende nach London locken wird und die Stadt laut einem Memo erstmals "gänzlich voll" sein könnte.

Was umfassende Aktionen zur Verhinderung gefährlicher Menschenmengen bedinge. Um alle Staatsgäste und Würdenträger zur Abdankung einzuladen und unterzubringen gilt es, gewaltige logistische Herausforderungen zu meistern. Das Magazin "Politico" hat nun Einblick in die Pläne für die "Operation London Bridge" erhalten, welche die nach dem Tod der Queen notwendigen Schritte bis ins Detail regeln. So soll etwa sichergestellt werden, dass mittels einer "Kaskade" von Telefonaten alle Regierungsmitglieder in kürzester Zeit informiert werden. Zudem müsse gewährleistet sein, dass an der Downing Street innert zehn Minuten alle Flaggen auf Halbmast gesetzt würden, um einen öffentlichen Aufschrei zu vermeiden.

Rasche Ausrufung von Prinz Charles als König

Das Protokoll beschreibt, was am "D-Day" zu geschehen hat, aber auch für die folgenden Tage – jeweils als D+1, D+2 und so fort bezeichnet – bestehen klare Anweisungen. Am Todestag sollen unter anderem die Parlamente zusammentreten, die königliche Familie soll die Pläne für die Beerdigung zehn Tage nach dem Tod der Monarchin bekanntgeben und der Premierminister eine Audienz beim Thronfolger Prinz Charles erhalten, der danach eine Rede an die Nation halten soll.

Zudem sollen Salutschüsse abgegeben und eine Schweigeminute abgehalten werden, an einem "spontan" abgehaltenen Gottesdienst sollen die wichtigsten Mitglieder der Regierung der Verstorbenen gedenken. Am Folgetag D+1 wird sich der Thronfolgerat im St. James Palace treffen und Charles als neuen König bestätigen. In den folgenden Tagen soll er das Königreich bereisen und diverse Gottesdienste und Trauerkundgebungen besuchen.

Royale Website färbt sich schwarz

Auch was in Sachen Social Media geschehen soll wird bis ins Detail vorgeschrieben. So soll sich die Homepage der royalen Website schwarz verfärben und ein kurzes Statement zum Tod der Königin zeigen. Auch sämtliche staatlichen Websites werden mit einem schwarzen Banner versehen. Nebensächliche Inhalte werden temporär verbannt. Das Teilen von Tweets wird der Bewilligungspflicht durch die Kommunikationsabteilung der Regierung unterstellt.

Wie "Politico" zur Beruhigung anfügt, sei die Königin aber bei bester Gesundheit, und es gebe keinen besonderen Anlass, der es erfordere, dass die Pläne aktuell angepasst werden müssten.

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