Neue Plagiatsvorwürfe gegen Melania Trump

First Lady Melania Trump hat eine Kampagne zum besseren Schutz von Kindern vorgestellt. Die Broschüre dazu kommt der Netzgemeinde sehr bekannt vor.

First Lady Melania Trump hat eine Kampagne zum Umgang von Kindern mit sozialen Medien vorgestellt. "Als Mutter und First Lady" beschäftige es sie, dass Kinder "in der heutigen schnelllebigen und immer stärker verbundenen Welt" oft "destruktives und abhängiges Verhalten" zeigten, sagte die 48-Jährige am Montag im Rosengarten des Weißen Hauses.

"Es liegt in unserer Verantwortung als Erwachsene, den Kindern beizubringen, dass wenn sie sich äußern – ob verbal oder online – sie ihre Worte überlegt wählen und mit Respekt und Mitgefühl sprechen müssen", sagte Melania Trump bei der Vorstellung der Kampagne mit dem Slogan "Be Best".

"Herausgegeben von Melania Trump"?

Zur Initiative wurde auch eine Broschüre mit dem Titel "Richtig mit Kindern über das Internet reden" veröffentlicht. Herausgegeben "von First Lady Melania Trump und der Federal Trade Commission". Nutzern von Social Media fiel allerdings schnell auf: Ein nahezu identisches Schreiben gab es bereits 2014. Damals wurde unter der Regierung Barack Obamas die Broschüre "Net Cetera – Chatting with Kids About Being Online" publiziert.

Auf Twitter stellten zahlreiche Nutzer die beiden Papiere zum Vergleich nebeneinander.

Das Weiße Haus reagierte auf die Online-Kommentare. Wenig später war die neue Broschüre "gefördert" von First Lady Melania Trump statt "herausgegeben". Weil es Verwirrung gegeben habe, "wollten wir das klarstellen", zitiert der "Guardian" einen Mitarbeiter des Weißen Hauses.

Die First Lady steht auch deshalb unter besonderer Beobachtung der Netzgemeinde, weil sie 2016 bei ihrer Rede auf dem Parteitag der Republikaner Teile davon von Michelle Obama abgeschaut hatte.

"Wahrhaftig schöne Rede"

In ihrer Rede zu "Be Best" forderte Melania Trump die Kinder zu überlegten Worten und Respekt auf Twitter und Co. auf. "Wenn Kinder schon früh ein positives Online-Verhalten lernen, kann Social Media in produktiver Weise genutzt werden und einen positiven Wandel erzeugen", sagte sie weiter.

US-Präsident Donald Trump, der für Beschimpfungen politischer Gegner über den Kurzbotschaftendienst Twitter bekannt ist, saß bei der Präsentation seiner Frau in der ersten Reihe.

Hinter ihm saßen Dutzende Kinder, die zu der Vorstellung der Kampagne eingeladen worden waren. Donald Trump lobte anschließend die "wahrhaftig schöne und von Herzen kommende Rede" seiner Frau. (kko)

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