Als Sohn des Ex-Vizekanzlers Josef Pröll und Großneffe von Alt-Landeshauptmann Erwin Pröll wurde Alexander Pröll (34) die Politik in die Wiege gelegt. "Ich hatte ehrlicherweise nicht den Plan, ein Amt anzustreben", verrät der gelernte Wirtschaftsjurist im"Heute"-Talk – nun kämpft der Bundesgeschäftsführer der Volkspartei um ein Nationalratsmandat.
Nach Jahren als selbstständiger Veranstalter von Studentenparties hatte der Wiener schon 2022 das Nachtleben gegen das politische Tagesgeschäft (als Bundesgeschäftsführer) getauscht. Neben internen Partei-Aufgaben will er sich künftig auch für "ein gutes Zusammenleben der Menschen" im Parlament einsetzen.
Damit die ÖVP Platz eins erobern und Prölls Parteichef Kanzler bleiben kann, sei es "das Allerwichtigste, ÖVP zu wählen". Denn Stimmen für Kleinparteien wie die NEOS seien am Ende "eine Stimme für Herbert Kickl", warnt Pröll.
Für die letzte Wahlkampf-Woche sagt der VP-Geschäftsführer "definitiv eine Zuspitzung" an – mit neuen Plakaten. Ob der erwartet knappe Zweikampf zwischen Kickl und Nehmammer auf neuen Plakaten ebenfalls beschworen wird – "kann ich noch nicht verraten". Neue Sujets sind jedoch fix.
Eine Koalition mit Kickl ist auch für Bundesgeschäftsführer Pröll ausgeschlossen, ebenso wie Vermögenssteuern, sollte es zur Koalition mit der SPÖ kommen. Auch bei der Migration will man nicht vom (knallharten) Kurs abweichen: "Der erfolgreiche Kampf Österreichs gegen die illegale Migration ist auch der Grund, warum in der EU künftig Magnus Brunner den Migrationskommissar stellt."
Wo die Abschlussveranstaltung der ÖVP 48 Stunden vor der Wahl stattfinden wird, weiß selbst der VP-Bundesgeschäftsführer noch nicht. Fix ist nur: "Die Wahlkampfkosten-Obergrenze wird auch dieses Mal eingehalten", garantiert Pröll.