Neue Regeln - Facebook lenkt nach Werbe-Boykott ein

Facebook-Chef Mark Zuckerberg
Facebook-Chef Mark Zuckerbergpicturedesk.com
Mark Zuckerberg will gegen rassistische, hetzerische und Fake-Inhalte auf Facebook vorgehen. Damit reagiert er auf den Werbe-Stopp zahlreicher Firmen.

Facebook hat nach einem Werbe-Boykott einen neuen Umgang mit Inhalten angekündigt, die gegen die Regeln des Sozialen Netzwerks verstoßen. Konzernchef Mark Zuckerberg zufolge sollen Anzeigen gelöscht werden, in denen behauptet werde, dass Menschen etwa einer gewissen Herkunft, Religion oder sexuellen Orientierung eine Gefahr für die Sicherheit oder Gesundheit darstellten.

Inhalte von allgemeinem Interesse, die gegen die Regeln verstießen, würden nun gekennzeichnet, hieß es am Freitag weiter. Alle Posts und Werbespots zu Wahlen sollen mit einem Link zu maßgeblichen Informationen versehen werden. Es gebe bei den neuen Maßnahmen "keine Ausnahmen für Politiker", erklärte Zuckerberg.

Zuletzt Unmut bei Politikern, Mitarbeitern und Werbekunden

Eine Sprecherin bestätigte, dass nach der neuen Vorgehensweise auch eine umstrittene Botschaft von Präsident Donald Trump vom vergangenen Monat zum Thema Briefwahlen gekennzeichnet worden wäre. Zuletzt war unter den Mitarbeitern des US-Konzerns und Kongressabgeordneten der Unmut über die bisherige Praxis von Facebook gewachsen, als aufrührerisch empfundene Botschaften des Präsidenten unangetastet zu lassen.

Zudem haben sich immer mehr Konzerne einem Werbe-Boykott angeschlossen. Am Freitag kündigte auch Coca Cola einen weltweiten Stopp aller Werbung auf Sozialen Medien für mindestens 30 Tage ab dem 1. Juli an. Fast alle Erlöse von Facebook kommen aus dem Anzeigengeschäft.

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