Ab jetzt gilt neue Regelung für Corona-Kurzarbeit

Vergangene Woche haben sich Arbeiterkammer, Gewerkschaft und Wirtschaftskammer darauf geeinigt, die Corona-Kurzarbeit zu verlängern.
Vergangene Woche haben sich Arbeiterkammer, Gewerkschaft und Wirtschaftskammer darauf geeinigt, die Corona-Kurzarbeit zu verlängern.picturedesk.com
In Österreich sind derzeit rund 1,3 Millionen Arbeitnehmer in Kurzarbeit. Jetzt soll es befristet bis Ende August ein paar neue Regelungen geben.

Viele Unternehmen haben in der Corona-Krise ihre Mitarbeiter zur Kurzarbeit angemeldet. Die ursprüngliche Regelung ist Ende Mai ausgelaufen. Vergangene Woche haben sich Arbeiterkammer, Gewerkschaft und Wirtschaftskammer darauf geeinigt, die Corona-Kurzarbeit zu verlängern. 

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.

Seit Montag können Firmen die Kurzarbeit für weitere drei Monate beantragen. Sozialpartner hoffen damit, Arbeitsplätze zu sichern. Die neue Regelung läuft nun bis Ende August. Bisher bekamen die Arbeitnehmer entweder 80, 85 oder sogar 90 Prozent ihres letzten Gehalts. Nun soll es Anspruch auf einen höheren Lohn geben, wenn ein Angestellter in einem Monat mehr arbeitet, als seinem Nettoeinkommen entspricht, berichtet das "Ö1-Morgenjournal".

Arbeit auf Abruf verboten

Auch sollen die Arbeitnehmer eine schriftliche Bestätigung über die Kurzarbeit in Bezug auf Dauer und Lohnhöhe bekommen. Das soll ihnen einen besseren Überblick über die betrieblichen Vereinbarungen geben. Viele Mitarbeiter wussten gar nicht, auf wie viele Stunden ihre Arbeitszeit verkürzt wurde. Wenn Firmen die Arbeitszeit erhöhen, müssen sie jetzt nicht mehr die Sozialpartner informieren. Arbeit auf Abruf ist verboten. Arbeitgeber müssen drei Tage im Voraus bekannt geben, wenn sie die Arbeitszeit erhöhen.

Für Lehrlinge gibt es ebenfalls Neuerungen. Sie bekommen mehr Geld, wenn sie ein neues Lehrjahr beginnen oder die Abschlussprüfung bestanden haben. Eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes wird derzeit noch diskutiert. Laut Arbeitsministerin Christine Aschbacher werden rund die Hälfte der Unternehmen die Kurzarbeit verlängern.

Nav-Account heute.at Time| Akt:
Christine AschbacherWirtschaftArbeit

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen