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Neue Strecken: Formel 1 plant Kalender-Revolution

Heute Redaktion
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Die PS-Königsklasse steht vor großen Veränderungen! Die Formel-1-Bosse planen mehr Rennen – und eine "Block-Aufteilung" nach Kontinenten.

Wie sieht die Zukunft der Formel 1 aus? Zuschauerschwund, komplizierte Motoren – Kritiker sehen für die Motorsport-Königsklasse keine große Zukunft. Die Formel-1-Bosse sehen das natürlich anders – und belegen das auch mit Zahlen. Bei Liberty Media sollen sich 40 Streckenbetreiber gemeldet haben. Sie wollen in den Formel-1-Kalender aufgenommen werden. "Das ist extrem ermutigend", meint Marktingchef Sean Bratches. Er erklärt: 2018 wird mit 21 WM-Läufen die Rekordmarke aus dem Vorjahr egalisiert. Und in der Zukunft könnte es noch weitere Rennen geben.

Kontinente statt Globus



Aktuell liegt das mit den Teams vereinbarte Limit bei 25 Rennen. Grund dafür ist die komplizierte Logistik und die Belastung für Piloten und Teams, die das ganze Jahr über rund um den Erdball jetten müssen. Laut Bratches soll dieses Problem allerdings bald der Vergangenheit angehören. "Derzeit springen wir ohne durchdachten Sinn über den ganzen Globus", stellt er fest. In Zukunft sollen die Rennen in einen "Europa-Block", einem "Asien-Block" und einem "Amerika-Block" gegliedert werden. "Man kann einem Fan sagen, dass er in den kommenden zwei oder drei Monaten früh aufstehen muss, um die Rennen zu sehen", meint Bratches.

Nicht aus der Retorte

    Im Alter von 70 Jahren verstarb Österreichs Motorsport-Ikone Niki Lauda im Mai 2019. 

Seine Karriere in Bildern: Bevor er seine große F1-Laufbahn begann, startete er in der Formel 3 und der Formel 2, zusätzlich fuhr er Langstrecken-Rennen, um Geld für die Formel 1 zu verdienen.
    Im Alter von 70 Jahren verstarb Österreichs Motorsport-Ikone Niki Lauda im Mai 2019. Seine Karriere in Bildern: Bevor er seine große F1-Laufbahn begann, startete er in der Formel 3 und der Formel 2, zusätzlich fuhr er Langstrecken-Rennen, um Geld für die Formel 1 zu verdienen.
    (Bild: picturedesk.com)

    Außerdem sollen Retorten-Kurse weitab von Metropolen oder in Wüsten bald der Vergangenheit angehören. "Wir werden eine Aufteilung zwischen Stadtrennen, historischen Strecken und neu gebauten Kursen haben. Wir lieben alle unsere Kinder, aber wenn wir auf die regionale Aufteilung schauen, werden einige herausfallen und einige hinzukommen. Wir wollen die Möglichkeiten maximieren." (gr)