Niederösterreich

Corona-Impfung – 3. Stich bei Krebspatienten essentiell

Der Antikörperspiegel steigt nach der 3. Impfung signifikant an – auch bei Krebspatienten. Das zeigt jetzt eine neue Studie aus Niederösterreich.

Isabella Nittner
Drei Impfungen gegen das Corona-Virus braucht es, um grundimmunisiert zu sein.
Drei Impfungen gegen das Corona-Virus braucht es, um grundimmunisiert zu sein.
Sebastian Willnow / dpa / picturedesk.com

Seit 2020 hält das Corona-Virus SARS-CoV-2 die Welt in Atem, erst kürzlich konnte das Ende der Corona-Schutzmaßnahmen beschlossen und verkündet werden. Grund dafür ist eine stabile Immunität innerhalb der Bevölkerung – zum Einen durch durchgemachte Infektionen, zum Anderen durch die Schutzimpfung.

Drei Corona-Impfungen braucht es für eine Grundimmunisierung, um den Schutz aufzufrischen, wird auch ein vierter Stich mittlerweile für alle Personen ab 12 Jahren empfohlen.

Dritte Impfung für Krebspatienten wichtig

Eine aktuelle Studie der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften bestätigt nun die Wichtigkeit der dritten Impfung: Insbesondere Betroffene von Krebserkrankungen der B-Zellen würden vom 3. Stich profitieren. Es würden dann, auch wenn die 2. Impfung noch keine Wirkung gezeigt habe, endlich Antikörper gebildet werden.

Für Menschen mit Krebserkrankungen von Zellen, die für das Immunsystem essentiell sind, war die Corona-Impfung oftmals ernüchternd, weil sich kaum eine Immunantwort zeigte, es wurden also kaum Antikörper gebildet. Die neue Studie der Universität aus Niederösterreich belegt nun, dass der 3. Stich eine Wende bringt und die Produktion von Antikörpern Fahrt aufnehmen lässt.

Die Karl Landsteiner Privatuniversität in Krems
Die Karl Landsteiner Privatuniversität in Krems
KL/D.Hawelka / OTS

Und auch bei gesunden Menschen steigt laut Ergebnissen der Karl Landsteiner Privatuniversität der Antikörper-Spiegel nach der 3. Impfung signifikant an, wie es in einer Aussendung dazu heißt. Die Studie liefere wichtige Erkenntnisse für die zukünftige Impfstrategie, insbesondere bei vulnerablen Gruppen.

"Unsere Ergebnisse zeigen eindeutig die Wichtigkeit einer dritten Impfung als Abschluss der Grundimmunisierung für betroffene Krebspatientinnen und -patienten", erklärt Studienleiter Dr. Josef Singer (Klinische Abteilung für Innere Medizin 2 des Universitätsklinikum Krems, Lehr- und Forschungsstandort der KL Krems).

Über ein Drittel hatte doch Immunreaktion

"Denn tatsächlich konnten wir selbst nach der zweiten Impfung bei der Hälfte unserer Patientinnen und Patienten keine Produktion von Antikörpern gegen SARS-CoV-2 nachweisen – wohingegen die dritte Impfung dann bei über einem Drittel dieser Personen doch noch zu einer Immunreaktion führte", so der Studienleiter.

80 Patienten der Krebszentren des Uniklinikums Krems sowie der Medizinischen Universität Wien wurden für die wissenschaftliche Studie untersucht. Acht verschiedene B-Zellen-basierte Krebserkrankungen, also zB. auch das Non-Hodgkin-Lymphom, die unterschiedlich behandelt wurden, waren bei den Proben dabei. Die Studie wurde jetzt international publiziert.

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