Darum hat bald jeder ihr Autogramm im Geldbörserl

Christine Lagarde hat in den Räumen der EZB in Frankfurt eine überdimensionierte Banknote unterschrieben. Künftig werden die Euro-Scheine ihre Unterschrift tragen.
Natürlich muss Europas oberste Währungshüterin nicht jeden Schein selbst unterzeichnen, damit er als Geldmittel gültig wird.

Trotzdem musste Christine Lagarde am Mittwoch vor versammelter Presse insgesamt sechs Unterschriften abgeben, damit die neue Banknoten künftig in der EU verwendet werden kann. Als symbolischen Akt signierte die neue EZB-Chefin auch noch einen übergroßen 20-Euro-Schein.

Bereits ab der zweiten Jahreshälfte 2020 sollen die neuen Scheine in Umlauf gebracht werden und sukzessive die alten Versionen mit der Unterschrift von Vorgänger Mario Draghi ablösen. Diese bleiben natürlich weiterhin gültig.

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Lagarde, die erst seit 1. November im Amt ist, nutzte das Event gleich, um einen kleinen Ausblick auf ihren künftigen Kurs zu geben. Ihre Unterschrift auf den Banknoten sei ihr Versprechen, künftig über die Stabilität des Euro zu wachen, so die französische Spitzenpolitikerin und macht klar, wie wichtig dieser den Wirtschaftsraum ist: "Der Euro ist der Kit, der uns als Währungsunion zusammenhält."

"Es dauert Jahre Vertrauen aufzubauen,..."

Immerhin sei Bargeld noch immer das am häufigsten verwendete Zahlungsmittel. 79 Prozent aller Transaktionen würden bar mit Geldscheinen und Münzen getätigt.

"Die Banknoten sind Teil unserer Wirtschaft, unserer Identität und unserer Kultur – und wir hier in der EZB haben eine immense Verantwortung, sicherzustellen, dass die Menschen ihr Vertrauen in den Euro behalten", erklärte die Lagarde, die bis Mitte September noch Chefin des Internationale Währungsfonds (IWF) gewesen ist, weiter und mahnt: "Es dauert Jahre Vertrauen aufzubauen, nur Sekunden es zu zerstören und für immer es wiederherzustellen."

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