Neuer FPÖ-Obmann posierte mit Hitlergruß

Am Montag wurde Manuel Lambeck (24) zum Obmann der FPÖ Loosdorf gewählt, am Mittwoch flog er aus der Partei. Grund ist ein Hitlergruß-Video.

Es war eine äußerst kurz Karriere als Parteiobmann: Am Montag wählten die Loosdorfer Freiheitlichen den 24-jährigen Manuel Lambeck einstimmig zum neuen Parteiobmann, nur zwei Tage später ist seine Politkarriere schon wieder vorbei und ihm drohen rechtliche Konsequenzen.

Dem "Falter" war ein Video zugespielt worden, in dem Lambeck in einem offenbar äußerst betrunkenen Zustand den Hitlergruß zeigt. Abstreiten lässt sich die Bedeutung der Geste in diesem Fall nur schwer, denn Lambeck grölt auch "Hitlaaa" in die Handykamera.

Das Video dürfte in Loosdorfer Kreisen schon länger auf WhatsApp die Runde machen, mit der Beförderung zum Obmann wurde es dann offenbar einem Empfänger zu bunt und die Bilder fanden ihren Weg zu "Falter"-Chefredakteur Florian Klenk.

Sofort aus Partei ausgeschlossen

Seitens der Freiheitlichen reagierte man am Mittwoch sofort und schloss Lambeck aus der Partei aus. "Der Ortsfunktionär aus Loosdorf ist mit sofortiger Wirkung aus der Freiheitlichen Partei wegen Gefahr in Verzug ausgeschlossen", so FPÖ-Landesparteisekretär Michael Schnedlitz zur raschen Entscheidung von FPÖ-Landesparteiobmann Udo Landbauer.

"So etwas ist abscheulich und hat bei uns absolut keinen Platz! Mit solchen Typen wollen wir auch nichts zu tun haben!", so Schnedlitz. Eine Stellungnahme von Lambeck selbst ist noch ausständig. Die Staatsanwaltschaft wird zudem abklären müssen, ob ein Verstoß gegen das NS-Verbotsgesetz vorliegt.

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