Neuer Höchststand bei Covid-Intensivpatienten

Auch über Ostern sind die Intensivstationen im Osten Österreichs extrem ausgelastet.
Auch über Ostern sind die Intensivstationen im Osten Österreichs extrem ausgelastet.Bertrand Guay / AFP / picturedesk.com (Symbolbild)
Nicht nur Wien meldet volle Intensivstationen, auch in NÖ steigt die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen an.

Laut der nö. Landesgesundheitsagentur liegen aktuell auf den Intensivstationen 123 Menschen mit schweren Coronavirus-Verläufen. Die Anzahl jener mit allen anderen Behandlungsursachen (etwa nach Unfällen, Herzinfarkten oder Schlaganfällen) zusammengerechnet liegt laut "ORF NÖ" mit 120 darunter.

"Situation ist denkbar ernst"

„Die Situation ist denkbar ernst und sie ist beunruhigend“, so Bernhard Jany, der Sprecher der Landesgesundheitsagentur, gegenüber dem "ORF NÖ". Und weiter: „Wir haben zwar immer nur Zuwächse in einem kleinen einstelligen Bereich, aber tagtäglich kommen neue Menschen auf die Intensivstation und wir müssen davon ausgehen, dass der neue Höchststand mit derzeit 123 Patienten weiter steigen wird.“

Angesichts der Entwicklungen über Ostern - in Wien und eben jetzt auch in NÖ wurden neue Rekordwerte an Corona-Intensivpatienten gemeldet - könnte über eine Verlängerung der "Osterruhe" in Wien, Burgenland und Niederösterreich über den 11. April hinaus nachgedacht werden. Diesbezügliche Ankündigungen oder Absichtserklärungen gab es im Vorfeld allerdings nicht. Vielmehr wurde darauf hingewiesen, dass der Ost-Lockdown - mit Schließung des Handels und persönlicher Dienstleister sowie Distanzunterricht in den Schulen - erst am Gründonnerstag in Kraft trat und nach so kurzer Zeit die Auswirkungen noch nicht beurteilt werden könnten.

Die Regierung berät jedenfalls morgen, Dienstag, wieder mit Experten, Opposition und Landeshauptleuten über die Corona-Maßnahmen. 

Landeschefs zugeschaltet

Konferiert wird am Dienstag im bekannten Prozedere: Ab 10.30 Uhr bespricht sich die Regierung im Kanzleramt mit den Experten, ab 11.30 Uhr werden die Oppositionsparteien per Videokonferenz einbezogen. Für 13.00 Uhr sind die Landeshauptleute ins Bundeskanzleramt geladen. Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) wird sich allerdings nicht persönlich hinbegeben, sondern hat - unter Hinweis auf die Osterruhe in Wien - kundgetan, dass er per Videokonferenz teilnimmt. Auch aus dem Büro von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner hieß es, dass die Landeschefin per Videoschaltung aus ihrem Büro teilnehmen wird.

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