Neuer Markt: Neos wollen neues Kunstviertel

Die Pläne für eine Tiefgarage am Neuen Markt liegen seit Jahren auf Eis. Die Neos wollen Bürger einbeziehen, wünschen sich ein Kunstviertel.

Grau in grau und zugeparkt: So sieht der Neue Markt in der City aus. Jahrelang wurde über eine Tiefgarage diskutiert – damit der Riesen-Parkplatz einer Piazza weichen kann.

Anrainer für Neugestaltung

Die Vorgeschichte ist lang: Bei einer Befragung von 6.000 Anrainern 2012 sprachen sich 77,3 Prozent für eine Neugestaltung – und einen autofreien Neuen Markt – aus. Passiert ist seither nichts. Der Streit um die Tiefgarage zog sich über Jahre hinweg. Widerstand kam vor allem von Kaufleuten in der City. Und: Johann Breiteneder von der "Best in Parking GmbH" verhandelte bis zuletzt mit Anrainern, die ihre Kellerabteile nicht für das Garagenprojekt ablösen lassen wollten.

Jetzt könnte Bewegung in das Projekt kommen. Die Bauverhandlungen laufen. Der Plan: Der Albertinaplatz soll umgebaut und verkehrsberuhigt werden, in der geplanten Tiefgarage sollen 350 Autos Platz finden.

Neos für Künstlerviertel

Jetzt haben die Neos einen neuen Plan für die Gestaltung des Neuen Markts. "Bei einer Bauzeit von mehreren Jahren wird dies einen massiven Einfluss auf die Bewohnerinnen und Bewohner und die zahlreichen Geschäftstreibenden in der Umgebung bedeuten. Gleichzeitig bringt das Projekt aber eine große Chance mit sich: eine durchdachte Oberflächengestaltung unter Einbezug der Bezirksbevölkerung sowie die Aufwertung des Viertels rund um den Neuen Markt, Lobkowitzplatz und Albertinaplatz", so Gregor Raidl, Bezirksklubobmann von NEOS in der Inneren Stadt.

Die Neos wünschen sich eine Gestaltung mit Bürgerbeteiligung. Es habe bisher zu wenig Information für die Anrainer und Geschäftsleute gegeben, kritisieren die Neos und fordern "Transparenz". "Die Größe der Baustelle ist nach wie vor unklar. Das verursacht bei den Betroffenen nicht nur große Unsicherheit, sondern sie können sich mit ihren Betrieben auch nicht langfristig auf die Umbauphase einstellen", sagt Neos-Wien- Wirtschaftssprecher Markus Ornig.

Die pinke Partei sieht eine Chance, das Areal als Kunstviertel zu gestalten. Das Grätzl rund um den Lobkowitzplatz, den Neuen Markt und den Albertinaplatz ist gekennzeichnet von zahlreichen kunst- und kulturaffinen Institutionen wie Galerien, Kunst- und Antiquitätenhandlungen, Museen, dem Dorotheum und Co., so die Neos.

Sie wünschen sich eine Aufwertung als "Kunstviertel". Die Infrastruktur hierfür ist zum großen Teil bereits vorhanden. Allerdings müsste die Kommunikation insbesondere auch bei Wien Tourismus angepasst werden. Die Neos Wien wollen im Juni einen Antrag im Gemeinderat einbringen.

(gem)

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