Ab heute sind die ÖBB-Zugtickets teurer

Am 15. Dezember tritt der neue ÖBB-Fahrplan in Kraft. Damit soll der Nah- und Regionalverkehr ausgebaut werden. Die Tickets werden um 1,9 Prozent teurer.
Insgesamt bringt der neue ÖBB-Fahrplan vier Millionen zusätzliche Zugkilometer. Zudem können mit den heimischen Bundesbahnen 14 europäische Länder bereist werden.

ÖBB-Chef erwartet Fahrgastrekord



"Für 2019 wird ein neuer Fahrgastrekord erwartet", kündigte ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä bei einer Pressekonferenz am Mittwoch an. Für neue Züge, Umrüstungen und eine Serviceinitiative habe die Bahn "ein Investitionsvolumen von 2,8 Milliarden Euro am Start", so der Bahnchef. Für Matthä ist die ÖBB das "größte Klimaschutzunternehmen Österreichs".

Bei den zusätzlichen Strecken handle es sich um "die größte Ausweitung der letzten Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte", so Matthä. Auf der Strecke St. Pölten nach Wien sei "niemand mehr auf das Auto angewiesen".

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Von Graz nach Berlin



Am Sonntag startet die direkte Verbindung von Wien in die Südtiroler Landeshauptstadt Bozen. Weitere Direktverbindungen sind ab 2020 von Graz über Wien und Krakau nach Przemysl in Polen sowie von Wien über Debrecen nach Satu Mare in Rumänien verfügbar.

Ab dem 4. Mai 2020 können ÖBB-Fahrgäste direkt von Graz über Wien ohne Umsteigen nach Dresden und weiter nach Berlin reisen.

Die bereits angekündigte Nachtverbindung Wien - Brüssel stellt ein weiteres Highlight im neuen Fahrplan dar und soll ab Jänner 2020 starten, vorerst zweimal wöchentlich. Ein Jahr später soll eine direkte Nachtverbindung nach Amsterdam folgen.

Jugendliche erhalten Vorteilscard geschenkt



Allgemein werden die Tickets mit dem neuen Fahrplan im Schnitt um 1,9 Prozent teurer, was für Matthä eine "sehr faire Preisanpassung in Verhältnis zur Leistung" ist. Verbundkarten und die ÖBB Vorteilscard sind davon nicht betroffen.

Die Österreichcard wird hingegen teurer. Jugendliche erhalten 2020 zu ihrem 18. Geburtstag die Vorteilscard Jugend geschenkt. "Wir wollen Jugendliche unterstützen, noch stärker auf den Öffentlichen Verkehr umzusteigen", so Matthä. Frei nach dem Motto: "Die Vorteilscard ist der neue Führerschein."

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