Wien

Neuer Rad-Motorikpark lockt mit Pumptrack

Ein europaweit wohl einzigartiges Projekt entsteht am linken Ufer der Neuen Donau bei der Rudolf-Nurejew-Promenade in Donaustadt: ein Radmotorikpark für Kids und Jugendliche auf 8.000 m². Die Stadt errichtet dort mit dem Bezirk eine Outdoor-Anlage mit zwölf Stationen und einem sogenannten Pumptrack, einer künstlichen Mountainbike-Strecke.
Christine Ziechert
07.06.2020, 09:17

Die zwölf Stationen können in einem Parcours abgefahren werden. Die Wegführung ist durch Bodenmarkierungen vorgegeben. Die Stationen stellen verschiedene Herausforderungen für Radfahrer dar, wie etwa Kopfsteinpflaster, Straßenbahnschienen, eine Rüttelpiste, Balancierstege, Slalom, Engstellen, hängende Hindernisse und vieles mehr. Zusätzlich wird eine Pumptrack-Strecke errichtet. Ein Pumptrack ist eine künstlich errichtete Mountainbike-Strecke, die als Rundkurs angelegt ist. Ziel ist es, nur mit Körperkraft und ohne die Pedale zu nutzen die Strecke abzufahren. Die Pumptrack-Strecke ist rund 150 Meter lang und wird in eine bestehende Wiesenfläche rund um die Bäume eingepasst.

Die gesamte Anlage entsteht auf dem Areal des alten Skate-Courts. Diese wurde bereits entfernt, da bei der Reichsbrücke am neugestalteten CopaBeach eine moderne Skate-Anlage errichtet wurde. Der bestehende Basketballplatz bleibt erhalten, die Fläche wurde um 90 Grad gedreht und etwas verkleinert. Der Radmotorikpark wird gemeinsam von der Stadt Wien und dem Bezirk Donaustadt finanziert. Ab Mitte Juni werden schrittweise die Geräte und Bahnen aufgestellt und eingerichtet. Mitte Juli starten die Arbeiten für den Asphalt-Pumptrack. Voraussichtliche Fertigstellung der gesamten Anlage ist September 2020.

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Anlage ist gratis nutzbar

"Wir wollen hier fahrradbegeisterten Jugendlichen ermöglichen, sich auf ihrem Rad auszutoben, auf der anderen Seite können sich Kids auch mehr Sicherheit beim Radfahren aneignen", erklärt Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ). Für Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy (SPÖ) ist die Verlegung der in die Jahre gekommenen Skate-Anlage eine tolle Chance, die Fläche neu zu nutzen: "Die Donaustadt ist der Bezirk, wo sich Jungfamilien und Sportler besonders wohl fühlen und daher freue ich mich, die Realisierung dieser Anlage fördern zu können!"

"Die Anlage wird kostenlos nutzbar und für alle Arten von Fahrrädern befahrbar sein. Nahezu alle Geräte und Parcours werden auch mit dem Rollstuhl befahrbar sein", ergänzt Josef Taucher, SPÖ-Klubvorsitzender. Die Initiative zum Projekt kam von den Bewohnern: "Der Park war ganz oben auf der Wunschliste der Bürger der Donaustadt. Das war das Ergebnis einer Befragung. Also haben wir uns zusammengesetzt und gemeinsam an der Umsetzung gearbeitet. Dass wir jetzt damit starten, freut mich sehr."