Neuer VW-Chef Diess hat Deal mit US-Justiz

Der Österreicher Herbert Diess folgte Mitte April auf Matthias Müller an der Spitze des Volkswagen-Konzerns nach.
Der Österreicher Herbert Diess folgte Mitte April auf Matthias Müller an der Spitze des Volkswagen-Konzerns nach.Bild: picturedesk.com
Die US-Justiz hat dem Österreicher eine ungewöhnliche Zusage gemacht: Sie hat versprochen, ihn bei einer Einreise in die USA nicht zu verhaften.

Der Abgasskandal rund um Volkswagen trägt in den USA mitunter kurios anmutende Blüten: Gegen Ex-VW-Chef Martin Winterkorn wurde ein Haftbefehl ausgestellt. Für die US-Justiz befindet er sich somit formell auf der Flucht. Sollte er Deutschland verlassen, könnten schnell die Handschellen klicken.

Seit Mitte April hat der Österreicher Herbert Diess die Führung des deutschen Automobilkonzerns übernommen. Er wechselte erst wenige Monate, bevor der Abgasskandal von der Umweltbehörde aufgedeckt wurde, von BMW zu Volkswagen und wird aktuell nicht als Beschuldigter geführt. Damit ihm nicht ein ähnliches Schicksal wie Winterkorn blüht, hat die US-Justiz Diess eine ungewöhnliche Zusage gemacht.

Wie "Bloomberg" unter Berufung auf interne Quellen berichtet, dürfe Diess die ganze Welt bereisen, ohne von US-Behörden im Zusammenhang mit den Dieselmanipulationen verfolgt zu werden. Zudem soll der neue VW-Chef eine mündliche Zusage erhalten haben, dass er vorab informiert wird, sollten amerikanische Staatsanwälte ihn auf die Anklagebank zerren wollen.

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(red)

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