Neues Album: Sido wird nun wieder zu Paul

Sidos neuntes Album ist ab Freitag erhätlich.
Sidos neuntes Album ist ab Freitag erhätlich.(c) IMAGO/HMB-Media
Am Freitag erscheint das neue Album "Paul" des Rappers Sido, welches in weg von seiner Kunstfigur Sido und hin zu sich selbst - Paul Würdig - führt.

Paul Würdig, besser bekannt als Sido, ist seit über 20 Jahren ein Fixstern am Deutschrap Himmel. Gemeinsam mit Bushido, Fler, Kitty Kat und weiteren Who is Who's der deutschen Rap-Szene stand er beim Label Aggro Berlin unter Vertrag. In der Szene eckte er immer wieder an, gerade auch weil er die Kommerzialisierung des Gangsterraps vorantrieb, wie neben Bushido, kein anderer - das stieß so manchen immer wieder sauer auf. Nach Tracks wie "Mein Block", "Schlechtes Vorbild" und "Strip für mich" folgten dann eben auch poppigere Nummern, wie "Bilder im Kopf" oder "Einer dieser Steine". 

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Seit 2019 war es um Sido aber zunehmend ruhiger geworden, Anfang 2020 wurde dann bekannt, dass er und seine nun Ex-Frau Charlotte Würdig, sich nach acht Jahren Ehe scheiden lassen würden. Und von dort an begann der große Fall des Hip Hoppers. Er stürzte sich in Drogen und trieb immer weiter in den Abgrund - zwischen Kokain und Alkohol. Bekannt war das aber bis Dato nur Insidern der Szene, an die Oberfläche ist da nicht viel gedrungen. 

"Paul" ist das 9. Studioalbum von "Sido"
"Paul" ist das 9. Studioalbum von "Sido"(c) Universal Music

Und aus diesem Tiefpunkt ist nun sein neues Album "Paul" entstanden, welches am Freitag veröffentlicht wird. In einem Tik-Tok Video erklärt der Rapper: "Es sind diese zwei Personen, die da in mir schlummern. Also ich heiße ja Paul. Und dann kam Sido in mein Leben. Und irgendwann begann es , dass ich für jeden Menschen um mich herum Sido war." 

"Ich will nicht, dass du stirbst"

Mit diesem Zwiespalt hatte der 41-Jährige zu kämpfen. So extrem, dass er sich sogar in eine Psychiatrie einweisen ließ um vor allem eines zu schaffen: Seine Drogensucht in den Griff zu bekommen und wieder mehr "Paul" als "Sido" zu sein. Maßgeblich für diesen Schritt waren einerseits seine Ex-Frau Charlotte, zu der er immer noch ein gutes Verhältnis pflegt, aber auch sein Rap-Kollege und enger Freund Kool Savas, der sich mit einer Sprachnachricht auf WhatsApp in Sidos Absturzzeit an ihn wendete: "Ich will nicht, dass du stirbst", soll er mit ängstlicher Stimme zu Sido gesagt haben. 

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Der Mann hinter der Maske

Und im neuen Album geht Sido aus ganz und packt die ganze Emotionspalette aus: "Nenn mich nicht Versager, so nennt mich nur mein Vater", ist da beispielsweise eine Line seines neuen Songs "Versager", der bereits vorab am 22. September veröffentlicht wurde. Und genau so sind auch alle Songs, die das Album zieren: persönlich wie nie zu vor und auf jeden Fall mehr "Rap" als "Gangster". In "Rollender Stein" geht es um seine Kinder und die zerbrochene Ehe mit Charlotte - ungewohnt melancholisch lässt er dabei in sein Inneres blicken. 

Sidos neues Album "Paul" ist ab Freitag (9.12.) erhältlich. 

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