Neues aus dem schwarzen "Gruselkabinett"

Das Innenministerium will die PR- und Öffentlichkeitsarbeit auslagern. Brisant: Die Ausschreibung ist laut Standard auf Christoph Ulmer zugeschnitten,einen Vertrauten von Skandal-Minister Ernst Strasser. Und: In der Schmiergeld-Causa um die Telekom fand vorige Woche eine Hausdurchsuchung ausgerechnet in Ulmers Werbeagentur statt.

Das Innenministerium will die PR- und Öffentlichkeitsarbeit auslagern. Brisant: Die Ausschreibung ist laut Standard auf Christoph Ulmer zugeschnitten,einen Vertrauten von Skandal-Minister Ernst Strasser. Und: In der Schmiergeld-Causa um die Telekom fand vorige Woche eine Hausdurchsuchung ausgerechnet in Ulmers Werbeagentur statt.

Im Juni hat das Innenministerium die „Kommunikations- Dienstleistungen“ ausgeschrieben. Für den ungewöhnlichen Auftrag hat sich unter anderem Christoph Ulmers Werbeagentur „Headquarter“ beworben.

Die Optik ist verheerend: Der einstige Büroleiter von Ernst Strasser hat bereits einen umfassenden Beraterauftrag für Innenministerin Johanna Mikl- Leitner (VP) - und so auch Zugang zu vertraulichen Daten.

Außerdem wird Ulmer im Verfahren gegen "Gruselkabinetts"-Chef Michael Kloibmüller (wegen Amtsmissbrauchs und Geheimnisverrats, ) als Zeuge geführt. Erst vorige Woche führte die Staatsanwaltschaft Hausdurchsuchungen bei Ulmers „Headquarter“ durch.

Für Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (VP) ist die Auslagerung der Öffentlichkeitsarbeit dennoch das „Normalste vom Normalen“. Eine externe Firma würde angeblich nur mit Aufgaben wie einer Rekrutierungskampagne für die Polizei betraut. Ganz sicher ist sich Mikl-Leitner nun offenbar doch nicht mehr: Ursprünglich sollte bereits im Oktober über den PRVertrag entschieden werden.

Jetzt erklärt ein Sprecher des Ministeriums plötzlich: „Es gibt keinen Zeitdruck.“ Derzeit gehe die „Sauberkeit“ des Verfahrens vor.

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