Eine Investorengruppe rund um den amtierenden Austria-Präsidenten Frank Hensel, dessen "Vize" Raimund Harreither und den ehemaligen LASK-"Macher" Werner übernahmen 40 Prozent der Austria-AG, bezahlte dafür zehn Millionen Euro. Deshalb wurde es nötig, den Aufsichtsrat neu zu besetzen.
Am 31. März hat das neu zusammengestellte Austria-Gremium nun zum ersten Mal getagt, wie die "Veilchen" am 1. April mitteilten. Dabei wurde Peter Kroha zum Aufsichtsratsvorsitzenden und Kurt Gollowitzer zu dessen Stellvertreter gewählt.
Der Deutsche Kroha ist Deutschland-Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft "Invision", selbst im 17-köpfigen Kreis der Austria-Investoren vertreten. Gollowitzer ist Geschäftsführer der "Wien Holding" und schon jahrelang Austria-Funktionär.
Mit Alexandra Geusau sitzt nun erstmals eine Frau im Austria-Aufsichtsrat. Sie stammt aus dem LASK-Umfeld. Auch Ex-Fußballer Sebastian Prödl erhält einen Sitz im Austria-Aufsichtsrat. Der ehemalige ÖFB-Teamspieler ließ sich jahrelang vom künftigen Austria-Sportvorstand Werner betreuen.
Weiters sitzen im Austria-Gremium: Hans Egger, CEO des Sportmanagement-Unternehmens "sporteo", das unter anderem auch die Bandenwerbung in der heimischen Bundesliga vermarktet, Gregor Pilgram, Geschäftsführer der "Generali", Philipp von Lattorff, der "Boehringer Ingelheim" führt, sowie "OMV"-Vorstand Johann Pleininger.
Damit haben Hensel sowie Andreas Bierwirth, Marcel Haraszti, Harald Himmer, Julian Jäger, Andreas Rudas und Johann Sereinig keinen Platz im Austria-Aufsichtsrat mehr. Auch George Alaba, Vater von ÖFB-Star David Alaba, der ebenfalls in seinen Jugendklub investierte, sitzt nicht im Aufsichtsrat.