Der Grand Prix von Miami sorgte auch Stunden nach der Zielflagge noch für ordentlich Wirbel. Die Rennkommissare sprachen nachträglich gleich zwei prominente Strafen aus.
Max Verstappen musste wegen eines Regelverstoßes bei der Boxenausfahrt fünf Sekunden hinnehmen. Der Niederländer hatte die weiße Linie überfahren, was klar verboten ist. Für den Red-Bull-Star bleibt die Sache allerdings ohne Folgen: Er behält Rang fünf.
Ganz anders sieht es bei Charles Leclerc aus. Der Ferrari-Pilot erwischte einen rabenschwarzen Abend. Nach einem Dreher kurz vor Rennende war sein Bolide angeschlagen, dennoch kämpfte er weiter um Punkte. Dabei verließ er jedoch mehrfach die Strecke und verschaffte sich laut Stewards einen Vorteil. Die Konsequenz: satte 20 Sekunden Strafe.
Das hat massive Auswirkungen auf das Endergebnis. Leclerc fällt nachträglich von den Punkterängen auf Platz acht zurück. Teamkollege Lewis Hamilton profitiert und rückt auf Rang sechs vor - ein kleiner Trost für die Scuderia.
Sportlich stand aber ein ganz anderer im Rampenlicht: Kimi Antonelli. Der erst 19-jährige Mercedes-Pilot fährt weiter in seiner eigenen Liga. In Miami holte er sich seinen dritten Sieg in Serie und baut damit auch die Führung in der WM-Wertung aus.
Das Rennen selbst war alles andere als gewöhnlich. Wegen drohender Unwetter wurde der Start kurzfristig um drei Stunden vorverlegt. Antonelli behielt auch unter diesen besonderen Umständen die Nerven und setzte sich knapp gegen Weltmeister Lando Norris durch. Der McLaren-Star musste sich nach zwischenzeitlicher Führung geschlagen geben – der sogenannte Undercut brachte die Entscheidung.
"Der Sieg war möglich", zeigte sich Norris enttäuscht, erkannte aber die Leistung des Siegers an. "Kimi hat einen guten Job gemacht."
Mercedes-Teamchef Toto Wolff war naturgemäß voll des Lobes. "Das war heute dominant, immer unter Kontrolle", sagte der Wiener und spielte damit auch auf die anhaltende Kritik vor Saisonbeginn an.