Der Zusammenhalt und das Miteinander sind auch heute in Schollach spürbar. Die Freiwilligen haben hier wirklich etwas Außergewöhnliches auf die Beine gestellt, wie Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) betonte: "Eine Einsatzzentrale, die alle Stückerl spielt, dem Stand der Technik standhält und von wo aus zu den Einsätzen ausgerückt wird. Es ist ein Feuerwehrhaus, das durch Kameradschaft und persönlichen Einsatz entstanden ist. Das macht dieses Feuerwehrhaus so besonders und es steht für unser Ziel: Alles zu tun für die beste Zukunft unserer Kinder."
Die Landeshauptfrau bedankte sich bei allen beteiligten Feuerwehrleuten sowie bei Bürgermeister a.D. Walter Handl für seine Weitsicht. Laut einer Aussendung hob Mikl-Leitner hervor, dass dieses Feuerwehrhaus ohne die vielen engagierten Freiwilligen nichts wäre: "Das ist es, worauf es ankommt. Denn es ist keine Selbstverständlichkeit, Ehrenamtlich tätig zu sein. Dankeschön für euren Einsatz und Danke, dass ihr eine Feuerwehrjugend gegründet habt." Die Gemeinde Schollach sei durch die Feuerwehr, das aktive Vereinsleben und den "Kulturmagnet" Schallaburg noch lebens- und liebenswerter, sagte sie zum Abschluss.
Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner machte deutlich, dass es nicht selbstverständlich ist, 6.300 Stunden in so ein Projekt zu investieren und "alles Mögliche zu tun, um die finanziellen Mittel dafür einzubringen. Das gibt es in ganz Europa nicht!" Er ergänzte, dass die Feuerwehr in Schollach nicht nur für Sicherheit steht, sondern auch das gesellschaftliche Miteinander in den Gemeinden fördert.
Feuerwehrkommandant Markus Schauberger zeigte sich stolz und erfreut über die Eröffnung des neuen Feuerwehrhauses und berichtete von der Entstehung des Großprojekts: "Aus den drei eigenständigen Feuerwehren Schollach, Anzendorf, und Roggendorf wurde eine große gemeinsame Feuerwehr."
Die Entscheidung für den Zusammenschluss sei aus den Reihen der Mannschaften gekommen, 2021 fiel dann der endgültige Entschluss und das Projekt eines gemeinsamen Feuerwehrhauses wurde gestartet. "Heute dürfen wir das Ergebnis bewundern. Wir haben hier ein modernes Feuerwehrhaus, die Zusammenlegung und der Neubau sind ein Meilenstein und ich bin stolz, gemeinsam mit euch ein Teil dieser Geschichte zu sein."
Bürgermeister Martin Berger betonte, dass mit dem neuen Feuerwehrhaus ein Ort des Zusammenhalts geschaffen wurde: "Denn unser neues Feuerwehrhaus ist weit mehr als ein Einsatzgebäude, es ist Zeichen und Ergebnis gelebter Gemeinschaft." Er sprach den Entscheidungsträgern der drei Feuerwehren seinen Respekt aus und bedankte sich auch bei seinem Vorgänger Bürgermeister a.D. Walter Handl sowie beim Land Niederösterreich mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. "
Dieses Haus wird allen Anforderungen gerecht, ist aber auch Ausdruck des Zusammenhalts. Jede geleistete Stunde und jeder Handgriff stehen für diesen Zusammenhalt", so Berger. Der Neubau hat rund 3,1 Millionen Euro gekostet, damit blieb man etwa 900.000 Euro unter dem geplanten Budget – vor allem dank des großen Einsatzes der Feuerwehrleute. "Durch den Neubau ist auch eine neue Begeisterung in der Feuerwehr entstanden. Hier wächst eine starke, lebendige Gemeinschaft", sagte er.
Beim Festakt wurden Auszeichnungen und Geschenke an die freiwilligen Helfer übergeben. Für die Musik sorgte der Musikverein Loosdorf. Zu den Gästen zählten neben Feuerwehren aus der Region auch Vertreter aus den Nachbargemeinden, Bezirkshauptfrau Daniela Obleser, Landtagsabgeordnete Silke Dammerer, Nationalrätin Irene Eisenhut, Bürgermeister a.D. Walter Handl und am Bau beteiligte Firmen.