Neujahrsbaby: Strafe für Hassposter

Die kleine Asel war das Neujahrsbaby 2018 und als solches der Fokus zahlreicher Hasspostings.
Die kleine Asel war das Neujahrsbaby 2018 und als solches der Fokus zahlreicher Hasspostings.Bild: zVg

Die Mutter des Neujahrsbabys 2018 trug ein Kopftuch. Grund genug für einen Tiroler, die Familie auf Facebook zu beschimpfen. Er stand nun vor Gericht.

Süßes Foto, Riesenaufregung: Weil die Mutter des Wiener Neujahrsbabys 2018 ein Kopftuch trug, entlud sich auf Social Media ein hässlicher Shitstorm. Einer, der sich dabei auf Facebook besonders hervortat, stand am Donnerstag in Wien vor Gericht. Der Tiroler Liftwart (49) fasste dabei eine Geldstrafe von 100 € Pauschalkosten für den Prozess aus, weiters muss er der beschimpften Familie Schadenersatz in Höhe von 400 € zahlen.

Das nicht rechtskräftige Urteil wurde auf ein Jahr bedingt ausgesprochen. Der Angeklagte rechtfertigte sich vor Gericht, er hätte damals "eine schlechte Phase" gehabt. Deswegen habe er "öfters was geschrieben, was nicht sein hätte müssen". Der Anwalt der muslimischen Familie gab als Erklärung für die Anzeige an, dass die Hasspostings direkte Auswirkungen auf die betroffene Familie hatten: "Die Frau wurde auf der Straße mehrmals arg beschimpft."

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