Neun Monate Haft nach tödlichem Alko-Unfall

Ein 43-jähriger Alko-Lenker aus dem Bezirk Graz-Umgebung ist am Dienstag bereits rechtskräftig zu neun Monaten Haft verurteilt worden. Er hatte im Februar mit 2,1 Promille einen schweren Autounfall mit Todesfolge verursacht.

Der Steirer, der schon zweimal zuvor den Führerschein wegen Alkohol am Steuer abgeben hat, fuhr am 24. Februar nach der Arbeit mit dem Firmenbus mit einem Kollegen etwas trinken. Er geriet auf der Umfahrung Gratkorn auf die Gegenfahrbahn und erfasste den Wagen einer 55-jährigen Köchin, die sich gerade auf dem Heimweg befand.

Während der Angeklagte nach dem Crash mit leichten Verletzungen ausstieg, kam für die Frau - eine Bekannte des Unfallverursachers - jede Hilfe zu spät. "Das ist oft so, dass dem, der den Fehler macht, fast nichts passiert und der andere vielleicht gar nicht mehr aussteigt", stellte der Richter trocken fest.

Zumindest sechs Bier hat er konsumiert, gestand er vor Richter Stefan Koller. Vielleicht auch mehr, aber daran konnte er sich nicht erinnern. "Mir tut es irrsinnig leid für die Angehörigen", meinte der 43-Jährige zum Schluss noch. Der Beschuldigte nahm das Urteil sofort an, die Staatsanwaltschaft verzichtete auf weitere Rechtsmittel.

 

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