Wien

Neun neue Kindergesundheitszentren für kleine Wiener

Die Österreichische Gesundheitskasse und die Ärztekammer wollen in Wien die medizinische Versorgung von Kindern mit neun Einrichtungen optimieren.
Heute Redaktion
25.04.2023, 15:54
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Das medizinische Angebot für Kinder und Jugendliche für eine schnelle Versorgung im Krankheitsfall ist in Wien eher spärlich. Lange Arztsuche, lange Wartezeiten, überlaufene Wartezimmer – oder gar keine Termine mehr – das ist in Wien leider an der Tagesordnung. "Heute" berichtete.

Nun wird das Problem angegangen: Neun neue Standorte sind nun ausgeschrieben für kindermedizinische Einrichtungen in Wien. Die Rahmenbedingungen für die neuen kindermedizinischen Zentren und Kinder-Primärversorgungseinheiten (Kinder-PVE) sind nach langen Verhandlungen von Gesundheitskasse und Ärztekammer nun fix. Man zeigte sich optimistisch, die ersten Einrichtungen noch im Sommer zu eröffnen.

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Angestrebt wird eine sinnvolle Verteilung der neun Standorte über das gesamte Stadtgebiet Wiens. Auf diese Weise sollen auch einige der derzeit freien Kassenstellen wieder besetzt werden, so die Ärztekammer. Elf Kassenstellen für Kinderärzte sind in Wien aktuell unbesetzt. Mehr dazu lesen.

Der eine Schritt ist erfolgt, der nächste ist nun die Suche nach Personal. Ärzte und Menschen aus anderen Gesundheitsberufen werden rekrutiert für multiprofessionelle Teams und ein breites Leistungsspektrum in den Zentren.

Umfassende Versorgung für Versicherte

"Die neuen Zentren und PVE speziell für Kinder bieten nun auch Ärztinnen und Ärzten der Kinderheilkunde die Möglichkeit, in interdisziplinären Teams zusammenzuarbeiten. Das ist für junge Ärztinnen und Ärzte ein extra Anreiz und bringt Versicherten eine umfassende Versorgung“, so Mario Ferrari, Vorsitzender des Landesstellenausschusses der ÖGK in Wien.

Auch hat die Ärztekammer die aktuelle Versorgungsschieflage mit Kassenärzten im Blick: Die neuen Zentren mit ihren attraktiven Arbeitsbedingungen würden womöglich einen Anreiz für Wahlärzte schaffen, wieder über Kassenverträge nachzudenken.

Breit aufgestellte Betreuung kleiner Patienten

Was konkret ist in dem Pilotprojekt geplant? Hier liegen mit kindermedizinischen Zentren und Kinder-Primärversorgungseinheiten aktuell zwei Optionen vor, die sich nur graduell voneinander unterscheiden, was Öffnungszeiten und Personalumfang anbelangt.

Gleich sind sich die Modelle in der Ausstattung mit mehreren Fachärzten für Kinder- und Jugendheilkunde, Ordinationsassistenz, diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegern sowie gegebenenfalls Sozialarbeitern, klinischen Psychologen und Physiotherapeuten.

Erhebliche Vorteile für Kinder und Jugendliche

"Das zugrunde liegende Konzept, mehrere Ärztinnen und Ärzte sowie ausreichend spezialisiertes medizinisches Fachpersonal und eine fachlich hochwertige technische Ausrüstung in einer Einheit anzubieten, bringt erhebliche Vorteile", konkretisiert Kinderarzt Peter Voitl. 

Durch die multiprofessionellen Teams werde das medizinische Angebot verbreitert, ergänzt Peter Voitl in seiner Funktion als Fachgruppenobmann für Kinder- und Jugendheilkunde in der Ärztekammer für Wien.