Neun Todesopfer auf Wiens Straßen seit Jahresbeginn

Weniger Verkehrstote auf Wiens Straßen
Weniger Verkehrstote auf Wiens StraßenBild: Berufsrettung Wien
Österreichweit wurden 315 Menschen im Straßenverkehr getötet. In Wien sind seit Jahresanfang neun Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen
Neun Menschen kamen in Wien in der in den ersten neun Monaten bei Verkehrsunfällen ums Leben. Die Zahl der Verkehrstoten ist heuer um vier niedriger als in den ersten drei Quartalen des Vorjahres und um zehn niedriger als in den ersten drei Quartalen des Jahres 2017, berichtet der Verkehrclub Österreichs. Wien zählt zu jenen fünf Bundesländern, wo die Zahl der Verkehrstoten heuer zurückgegangen ist.

Wien mit niedrigster Zahl im Bundesländervergleich

Im Bundesländer-Vergleich weist Wien die niedrigste Anzahl an Verkehrstoten auf, vor Vorarlberg (elf). Die meisten Verkehrstoten waren in Niederösterreich (73) und Oberösterreich (71) zu beklagen.

"Es gibt nur eine akzeptable Anzahl an Verkehrstoten, und die ist null. Und diesem Ziel gilt es so nahe wie möglich zu kommen", betont VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Nötig dafür ist ein fehlertolerantes Verkehrssystem. "Wo Menschen unterwegs sind, passieren Fehler. Es ist Aufgabe der Verkehrssicherheitsarbeit Maßnahmen zu setzen, damit diese Fehler keine fatale Folgen haben", so VCÖ-Sprecher Gratzer.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Mehr Platz und Sicherheit für Fußgänger

Niedrigere Tempolimits, Verkehrsberuhigung, Begegnungszonen, ausreichend breite Gehwege und übersichtliche Kreuzungen sind Maßnahmen, die das Verkehrssystem kindgerechter und auch für die wachsende Anzahl an älteren Menschen sicherer machen. Jeder Gehsteig sollte so breit sein, dass zwei Personen mit Rollator oder Kinderwagen leicht aneinander vorbei gehen können. Derzeit gibt es zahlreiche sehr schmale Gehwege, auf etlichen Straßen wird parkenden Fahrzeugen deutlich mehr Platz eingeräumt als Fußgängerinnen und Fußgängern.

Österreich droht Verkehrsicherheitsziele zu verfehlen

Österreichweit forderte der Straßenverkehr laut vorläufigen Daten des Innenministeriuns bereits 315 Todesopfer. Im Vorjahr gab es zu dieser Zeit laut vorläufiger Unfallbilanz 311 Todesopfer, nach endgültigen Daten verschlechterte sich die Unfallbilanz auf 317 Verkehrstote.

Derzeit droht Österreich seine Verkehrssicherheitsziele weit zu verfehlen. Im kommenden Jahr soll die Zahl der Verkehrstoten um mindestens 50 Prozent niedriger sein als im Schnitt der Jahre 2008 bis 2010. Das bedeutet weniger als 312 Verkehrstote – und damit weniger als heuer in den ersten neun Monaten. "Das Verfehlen von Verkehrssicherheitszielen kostet Menschenleben. Umso wichtiger und dringender ist es, wirksame Maßnahmen, die in den sicheren Staaten Europas bereits gang und gäbe sind, endlich auch in Österreich umzusetzen", betont VCÖ-Sprecher Gratzer. Dazu gehört unter anderem die Aufnahme von Handy am Steuer ins Vormerksystem, betont der VCÖ.
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