Neustartbonus verlängert – wer jetzt mehr Lohn kriegt

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AMS SymbolbildTobias Steinmaurer / picturedesk.com
Die Situation am Arbeitsmarkt erholt sich nur langsam. Der sogenannte "Kombilohnbonus" wird deswegen bis Ende des Jahres verlängert.

"Die Aussichten für den Arbeitsmarkt sind weiterhin sonnig", so Arbeitsminister Martin Kocher am Dienstag, aber: "Die Öffnungen haben eine deutliche Erholung am Arbeitsmarkt gebracht." Trotzdem sind immer noch 362.101 ohne Arbeit. Das sind rund 5.000 weniger als noch vor einer Woche, doch der Rückgang verlangsamt sich.

Einen Hoffnungsschimmer gibt es aber schon im Juli, wenn die Nachtgastronomie wieder öffnet. Viele, die als Gastronomie- oder Tourismus-Angestellte seit Monaten keine Möglichkeit hatten, zu arbeiten, haben sich aber bereits umschulen lassen oder eine andere Beschäftigung gefunden.

Unternehmer klagen deswegen über enormen Personalmangel. Aufgrund der oft niedrigen Löhne und harten Arbeitsbedingungen ist die Branche für Neueinsteiger aber eher unattraktiv. Im Sommer kann das zum Problem werden, wenn Touristenströme nach Österreich kommen und verköstigt und beherbergt werden wollen.

Neustartbonus

Ein Instrument, um Menschen in diese Jobs zu bekommen, ist die sogenannte "Kombilohnbeihilfe" (oder auch "Neustartbonus"). Dieser richtet sich insbesondere an Arbeitslose, die einen Job in einer schlecht bezahlten Branche annehmen. Ist das dortige Gehalt geringer als jenes, das man vor der Arbeitslosigkeit bekommen hat, wird der Lohn auf das frühere Gehalt aufgestockt.

Arbeitsminister Kocher will so "vor allem Branchen wie den Tourismus, in der dringend Arbeitskräfte gesucht werden" unterstützen. Bis zu 28 Wochen hat man so das vormalige Gehalt zur Verfügung, bei Langzeitarbeitsloses kann die Anspruchsdauer sogar noch länger ausfallen. 30 Millionen Euro wird die Maßnahme voraussichtlich kosten.

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