NGO protestiert gegen Euro-Sponsor Adidas

Anlässlich des Beginns der Fußball-EM hat die Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign) am Freitag gegen den Hauptsponsor der Europameisterschaft Adidas protestiert. Mit einer Fotoaktion vor einer Adidas-Filiale in der Wiener Innenstadt zeigte die Kampagne, die von zahlreichen NGOs unterstützt wird, dem Sportartikelhersteller buchstäblich "die rote Karte".

Anlässlich des Beginns der Fußball-EM hat die Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign) am Freitag gegen den Hauptsponsor der Europameisterschaft Adidas protestiert. Mit einer Fotoaktion vor einer Adidas-Filiale in der Wiener Innenstadt zeigte die Kampagne, die von zahlreichen NGOs unterstützt wird, dem Sportartikelhersteller buchstäblich "die rote Karte".

kritisiert, dass Adidas indonesischen Arbeitern nach der Schließung des Werkes eines indonesischen Zulieferbetrieb keine Abfertigung bezahlt habe.

"Adidas steckt viele Millionen Euro in sportliche Großereignisse wie die EM und lässt die Arbeiterinnen und Arbeiter den Preis für die Gewinne zahlen - das ist alles andere als "Fair Play" kritisierte Christine Esterbauer von der Clean Clothes Kampagne, die sich für faire Arbeitsbedingungen in der Bekleidungs- und Sportartikelproduktion einsetzt.

Jahrelang habe der Sportartikelhersteller bei einem indonesischen Zulieferbetrieb produzieren lassen, wo die Arbeiter einen Stundenlohn von umgerechnet rund 50 Cent erhalten hätten. Nach der Schließung des Werkes 2011 hätten 2.800 Angestellte ihren Job verloren und keine Abfertigung erhalten, obwohl ihnen diese von Rechts wegen zugestanden wäre.

Im Gegensatz zu anderen westlichen Unternehmen, die ebenfalls in dem indonesischen Werk herstellen ließen, habe sich Adidas bisher geweigert, sich an einem Fond für Abfertigungszahlungen zu beteiligen, so Clean Clothes.

APA/red.

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