NÖ-Landeschefin mit Ansage

"Nicht erst um 5 nach 12" – Machtwort von Mikl-Leitner

Niederösterreichs Landeschefin Johanna Mikl-Leitner (VP) fordert jetzt von der Bundesregierung ein Vorziehen der Lohnnebenkosten-Senkung. Die Details.
André Wilding
06.09.2026, 09:30
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Die angespannte Situation am Arbeitsmarkt ruft Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner auf den Plan. Sie verlangt vom Bund, bei den Lohnnebenkosten früher als vorgesehen zu handeln.

"Was Arbeitsplätze sichert, dürfen wir nicht auf die lange Bank schieben. Aufgrund der angespannten Lage am Arbeitsmarkt sollte der Bund die geplante Senkung der Lohnnebenkosten auf das kommende Jahr vorziehen", sagt Mikl-Leitner.

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Nach Angaben der Wirtschaftskammer Niederösterreich würde eine solche Maßnahme allein den heimischen Betrieben eine Entlastung von rund 360 Millionen Euro bringen. Zudem könnten demnach rund 1.600 neue Arbeitsplätze entstehen.

"Die Lohnnebenkosten müssen runter"

Für die Landeshauptfrau kommt es vor allem darauf an, rasch zu reagieren. Sie fordert günstigere Rahmenbedingungen für Unternehmen und sieht darin auch einen Hebel für den Arbeitsmarkt.

"Wenn die Wirtschaft unter Druck steht, müssen wir jetzt endlich den Faktor Arbeit günstiger machen. Es geht darum international wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Lohnnebenkosten müssen runter. Damit entlasten wir jene Betriebe, die Arbeitsplätze sichern und neue schaffen. Eine gute Maßnahme wird nicht besser, wenn man damit bis 2028 wartet. Es braucht jetzt Wirtschaftsbelebung statt Umverteilung. Denn erfolgreiche Wirtschaftspolitik ist die allerbeste Sozialpolitik. Sie schafft und sichert Arbeitsplätze. Und sie schafft auch die Mittel, um jene zu unterstützen, die nicht arbeiten können", so Mikl-Leitner.

Mikl-Leitner verweist auf Maßnahmen im Land

Gleichzeitig verweist die Landeshauptfrau auf bereits gesetzte Schritte in Niederösterreich. Im ersten Halbjahr begleitete die Wirtschaftsagentur ecoplus demnach 32 Betriebsansiedlungen und Erweiterungen. Dadurch seien rund 1.000 Arbeitsplätze gesichert worden.

Mit der NÖ Umbauordnung wurden zudem Hürden für Sanierungen gesenkt. Darüber hinaus setzt das Land nach eigenen Angaben auf Zukunftsbereiche wie den Bahncluster und die Weltraumtechnologie.

Für weitergehende Entlastungen sieht Mikl-Leitner allerdings den Bund am Zug.

"Aber die großen Hebel liegen im Bund. Unsere Betriebe brauchen Entlastung, damit sie investieren, wettbewerbsfähig bleiben und Arbeitsplätze schaffen können. Es braucht jetzt Impulse für den Standort Österreich – und nicht erst um fünf nach zwölf", so Mikl-Leitner.

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