Papa Verstappen ärgerte sich über das Grand-Prix-Wochenende von Monaco, warf dem Team in der Kolumne auf seiner Homepage vor, "wenig getan" zu haben, um den amtierenden Weltmeister im Rennverlauf nach vor zu bringen. Dass Verstappen in Monaco als Dritter am Stockerl landete, sei vor allem dem Ferrari-Fehler beim zweiten Boxenstopp von Charles Leclerc zu verdanken.
Sergio Perez triumphierte schließlich. Auch, weil der Mexikaner früh an die Box kam. "Ich hätte gerne gesehen, dass sie Max reingeholt hätten. Das war enttäuschen für mich", meinte Papa Verstappen.
Aussagen, die offenbar beim Rennstall nicht gut ankamen. Red-Bull-Berater Helmut Marko enthüllte am Rande des Rennens von Baku, dass es am Freitag eine kurze Aussprache zwischen Verstappen und Perez gegeben habe. Und Teamchef Christian Horner erklärte mit Blick auf den Rennverlauf im Fürstentum: "Der Nummer-1-Fahrer ist der Pilot, der vorne ist, ganz einfach." Deshalb wurde die Rennstrategie auf den Mexikaner ausgerichtet. "Darum hat auch Checo die Ansage bekommen, an die Box zu fahren. Max hätte in dieser Runde nicht einmal die Track-Position dafür gehabt."
Marko war mit den Bemerkungen des Ex-Formel-1-Fahrers jedenfalls nicht einverstanden, bezeichnete sie bei "Servus TV" als "nicht fundiert und nicht hilfreich." Verstappen selbst habe die Entscheidung des Teams nach der Rennanalyse voll nachvollziehen können.
Der WM-Führende selbst war ebenfalls bemüht, wieder Ruhe reinzubringen. "Er will mich nur siegen sehen. Das ist seine Meinung, ich habe ihm aber auch gesagt, dass die Entscheidung eine Folge vom Qualifying war, das eine rote Flagge für mich zerstört hat." Papa Verstappen gab freilich in seiner Kolumne zu, "nicht ganz objektiv" zu sein.
Mit dem Sieg im Großen Preis von Aserbaidschan hat Verstappen jedenfalls wieder zurückgeschlagen, liegt nach acht von 22 Saisonrennen bereits 21 Zähler vor Perez.