Gesundheit

Nicht nur Corona- sondern auch Bildungskrise!

Die UNICEF enthüllte ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie in New York ein Denkmal für die 168 Millionen Kinder, deren Schulen geschlossen sind.

Christine Kaltenecker
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Die UNICEF enthüllte in New York ein "pandemisches Klassenzimmer"
Die UNICEF enthüllte in New York ein "pandemisches Klassenzimmer"
©Unicef

168 leere Tische, 168 leere Stühle mit 168 blauen Rucksäcken stehen vor einer großen Schultafel mit der Aufschrift: "Class Attendance, Absent: 168 Million Children" - zu deutsch: "Teilnahme - abwesend: 168 Millionen Kinder" mitten in New York. Eine Aktion der UNICEF zeigt das "pandemische Klassenzimmer" und möchte so eindringlich an die Bildungskrise erinnern.

168 Tische, 168 Stühle und 168 Rucksäcke stehen für 168. Millionen Kinder ohne Schulbildung während der Pandemie.
168 Tische, 168 Stühle und 168 Rucksäcke stehen für 168. Millionen Kinder ohne Schulbildung während der Pandemie.
©Unicef

214 Millionen verpassten mehr als die Hälfte

Neuesten Erhebungsdaten zufolge waren während der Pandemie die Schulen für 168 Millionen Kinder nun fast ein Jahr lang geschlossen. Darüber hinaus haben 214 Millionen Kinder - oder eines von sieben - mehr als drei Viertel des Unterrichts verpasst. Zwei Drittel dieser Länder befinden sich in Lateinamerika und der Karibik, wovon fast 98 Millionen Schulkinder betroffen sind. Von den 14 Ländern hat Panama die Schulen für die meisten Tage geschlossen gehalten, gefolgt von El Salvador, Bangladesch und Bolivien.

Bewusstsein für Bildungsnotstand

Die größte Sorge gilt Kindern, die nicht in der Lage sind über die Ferne zu lernen und womöglich nie wieder die Möglichkeit haben, in ein Klassenzimmer zurück zu kehren. Kinderheirat oder Kinderarbeit sind wieder am Vormarsch. Das Bewusstsein der Regierungen soll nun auf diesem Weg bezüglich der Prioritätenfrage geschärft werden und vor allem den Bildungsnotstand bei allfälligen Wiedereröffnungsplänen berücksichtigen.