"Nicht stolz auf Österreich" – SPÖ-Studenten liefern Eklat

Eine Werbekampagne der SPÖ sorgt derzeit für Aufregung. Die roten Studenten reagieren mit einem weiteren provokanten Sujet.
Eine Werbekampagne der SPÖ sorgt derzeit für Aufregung. Die roten Studenten reagieren mit einem weiteren provokanten Sujet.Sabine Hertel /Screenshot Instagram
Zum Nationalfeiertag trat die SPÖ mit einem Schnitzel-Sujet ins Fettnäpfchen. Dem VSStÖ Wien schmeckt die Kampagne der eigenen Vorsitzenden nicht.

Riesen-Eklat um die Herbstkampagne der SPÖ! Die Roten starteten zum Nationalfeiertag – wie berichtet – ihre neue Sujetwellemit dem Titel "Ohne Rot wäre es nicht Österreich". Ein Sujet sorgte im Netz für viel Verwirrung und Lacher. Die Roten teilten nämlich das Foto von einem angeblichen Wiener Schnitzel mit dem Text "Ohne Brösel wäre es nicht das Schnitzel."

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Das Posting schlug einigen Usern massiv auf den Magen, denn zum Nationalheiligtum der Österreicher wurde Ketchup serviert – ein absolutes No-Go. Akzeptiert wird nur die klassische Preiselbeermarmelade. Andere regten sich darüber auf, dass die SPÖ mit der Kampagne den Fleischkonsum bewirbt. Außerdem stammt das Schnitzel-Foto aus der internationalen Bildagentur iStock und wurde in Tschechien zubereitet und fotografiert.

Rote Studenten sind nicht stolz auf Österreich

Der VSStÖ Wien (Verband sozialistischer Student_Innen Wien) sorgt nun mit einem bedenklichen Posting auf Instagram weiter für Wirbel. In den Farben rot-weiß-rot verkündeten die Mitglieder am Nationalfeiertag in Anspielung auf die Werbekampagne der SPÖ: "Wir sind nicht stolz auf Österreich".

Weiters schrieben sie darunter:" Österreich ist ein von konservativem Gedankengut vereinnahmtes Land. Österreich ist ein von Korruption zerfressenes Land. Österreich ist ein Land, dem die Bargeldzahlung wichtiger ist, als Rassissmus zu bekämpfen. Österreich ist ein von Patriarchat und Femiziden geplagtes Land. Österreich ist ein Land, in dem Rechtsextreme hofiert und Linke kriminalisiert werden. Österreich ist ein Land mit historischer Verantwortung gegen den Faschismus und dennoch ist Österreich ein von braunem Gedankengut durchzogenes Land. Österreich ist weit davon entfernt, das progressive Land zu sein, das es sein könnte und müsste. Schluss mit Nationalismus und Heimat-Fetisch. Schluss mit Gedanken an ein einheitliches österreichisches Volk. Schluss mit Gerede vom Stolz auf ein Land, welches für so viele Leute keinen Platz hat. Es ist an der Zeit für internationale Zusammenarbeit, für internationale Vernetzung jenseits von Nationalgrenzen und Heimatgedanken. Nieder mit dem Nationalismus! Hoch die internationale Solidarität!"

Auch dieses Sujet sorgte bei den Usern für Empörung: "Ich bin nicht stolz darauf euren Schwachsinn mit meinem ÖH Beitrag finanzieren zu müssen", schrieb etwa ein Instagram-Nutzer.

"SPÖ stolz auf Österreich"

Donnerstagabend reagierte die SPÖ auf das Posting – und distanzierte sich wiederum von den roten Studenten. Ein Sprecher der Roten übermittelte folgende Stellungnahme: "Die Aussage des VSSTÖ Wien, nicht stolz auf Österreich zu sein, ist scharf zurückzuweisen. Die SPÖ ist stolz auf Österreich, auf die Menschen in diesem Land und die Leistungen, die von ihnen erbracht werden. Ein Beispiel sind die Pflegerinnen und Pfleger und die Ärztinnen und Ärzte, die in der Pandemie die Krankenhäuser am Laufen gehalten haben.  Die SPÖ wird auch künftig Kampagnen mit der rot-weiß-roten Fahne machen, weil wir uns den Heimatbegriff und die Österreich-Fahne sicher nicht von den Rechten wegnehmen lassen."

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