Hitze-Hölle

Niedrige Flusspegel gefährden Europas Atomkraftwerke

Niedrige Wasserstände und Hitze setzen Europas Atomkraftwerken zu: In mehreren Ländern werden Reaktoren gedrosselt oder abgeschaltet.
Newsdesk Heute
30.07.2026, 17:11
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Die Atomstromproduktion in mehreren europäischen Ländern steht derzeit ordentlich unter Druck. Der Grund: Die Flüsse führen zu wenig Wasser, das für die Kühlung der Kraftwerke gebraucht wird. In Rumänien sind deswegen gleich zwei Reaktoren im Kraftwerk Cernavoda außer Betrieb. In Ungarn musste das Kernkraftwerk Paks die Leistung zurückfahren. Auch in Frankreich wurden diese Woche wegen der Hitze Reaktoren abgeschaltet.

Cernavoda liegt an der Donau und ist das einzige Kernkraftwerk in Rumänien. Es gibt dort zwei Reaktorblöcke. Der erste wurde vor ein paar Tagen schon abgeschaltet, am Donnerstag folgte auch der zweite. Der Betreiber Nuclearelectrica verwies dabei auf die vorgesehenen Abläufe "im Fall schwerer Dürre". Es ist das erste Mal, dass beide Blöcke wegen des niedrigen Wasserstands der Donau gestoppt werden mussten.

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Die Donau fließt vom Schwarzwald durch zehn Länder bis ins Schwarze Meer. Seit Mai gibt es wegen fehlender Niederschläge und anhaltender Hitzewellen in manchen Abschnitten Rekordtiefstände. Auch das Kernkraftwerk Paks, das für die Stromversorgung in Ungarn enorm wichtig ist, steht an der Donau.

In Frankreich wurde am Mittwochabend einer der beiden Reaktoren im Kraftwerk Golfech, rund hundert Kilometer nördlich von Toulouse, wegen der hohen Temperaturen abgeschaltet. Der Energiekonzern EDF hatte den Reaktor schon zwischen 23. Juni und 3. Juli sowie von 9. bis 27. Juli vom Netz genommen, damit das Flusswasser der Garonne nicht zu sehr aufgeheizt wird.

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