2.000 Jahre altes Bauwerk

Niedrigwasser legt antike Caligula-Brücke in Rom frei

Der Tiber in Rom führt aktuell so wenig Wasser wie selten zuvor und gibt die Überreste einer antiken Brücke aus der Zeit Caligulas preis.
Newsdesk Heute
18.08.2026, 21:14
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In Rom erleben Einheimische und Touristen derzeit ein außergewöhnliches Schauspiel.

Aufgrund extremer Trockenheit und hoher Temperaturen sind die Überreste einer fast 2.000 Jahre alten Brücke im Tiber sichtbar geworden. Die Konstruktion wurde einst unter dem römischen Kaiser Caligula errichtet.

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Die sogenannte Nero-Brücke, auch als Pons Neronianus bekannt, entstand um das Jahr 39 nach Christus. Ursprünglich als Triumphbauwerk unter Caligula erbaut, wurde sie später von seinem Neffen Nero umbenannt. Die Brücke verband das Marsfeld auf der einen Seite des Tibers mit dem Gebiet des heutigen Vatikans.

Wie t-online berichtet, ist der Wasserstand des Tiber aktuell so niedrig, dass große Steinblöcke der antiken Brücke vom Ufer aus gut zu erkennen sind. Normalerweise liegen diese Überreste vollständig unter Wasser.

Der Grund für dieses seltene Ereignis ist ein akuter Wassermangel in der Region, ausgelöst durch einen langen, trockenen Sommer.

Brücke stammt aus der Zeit der berüchtigten Kaiser

Kaiser Caligula, der von 37 bis 41 nach Christus regierte, galt als grausam und exzentrisch. Er ließ zahlreiche Prunkbauten errichten und forderte sogar, als Gott verehrt zu werden. Sein Neffe Nero, der von 54 bis 68 nach Christus herrschte, ist vor allem wegen des großen Brandes von Rom und zahlreicher weiterer Gräueltaten in Erinnerung geblieben.

Laut Giovanni Giganti, Koordinator des Zivilschutzes in Rom, führt der Tiber derzeit nur etwa die Hälfte der üblichen Wassermenge für diese Jahreszeit.

'Wir stehen vor einer schweren Wasserkrise. Diese Krise ist auch darauf zurückzuführen, dass wir in diesem Winter zwar recht ergiebige Niederschläge hatten, die anschließenden Trockenperioden jedoch ziemlich lange anhielten', erklärt Giganti gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press.

Archäologen beobachten seltenes Phänomen

Die Brücke besteht laut Experten aus gewaltigen Steinblöcken, die mit Eisen- und Bronzespangen zusammengehalten wurden. Der obere Teil war vermutlich eine Holzkonstruktion.

Zuletzt wurden die Überreste der Brücke während einer ähnlichen Dürre im Jahr 2022 sichtbar. Archäologen nutzen die Gelegenheit, um das antike Bauwerk genauer zu untersuchen.

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