Skandale, Enthüllungsbücher oder öffentliche Familienkriege sucht man bei Prinz Edward vergeblich. Vielleicht ist genau das inzwischen sein Erfolgsrezept.
Der 62-Jährige stand jahrzehntelang im Schatten seiner Geschwister Charles, Anne und Andrew. Mittlerweile hat sich das Blatt gewendet: In aktuellen Beliebtheitswerten gehört Edward gemeinsam mit Ehefrau Herzogin Sophie (61) zur Spitzengruppe der britischen Königsfamilie. Zuletzt hatten 53 Prozent der Briten eine positive Meinung von ihm, nur 18 Prozent eine negative.
Vor ihm liegen vor allem die üblichen Royal-Schwergewichte Prinz William, Prinzessin Kate und Prinzessin Anne.
Dabei war Edward keineswegs immer ein Publikumsliebling. Seine Versuche, außerhalb des Königshauses im Theater- und Fernsehgeschäft Fuß zu fassen, verliefen holprig. 2002 zog er sich aus dem Geschäftsleben zurück und konzentrierte sich vollständig auf seine Aufgaben für die Krone.
Heute profitiert er ausgerechnet davon, vergleichsweise wenig Aufsehen zu erregen. Gemeinsam mit Sophie übernimmt Edward immer mehr Termine für König Charles. Bei einem Staatsbesuch in Portugal sorgte das Paar zuletzt mit einem ungewöhnlich kleinen Team und einem betont bodenständigen Auftreten für Aufmerksamkeit.
Seit 2023 trägt Edward außerdem den Titel seines verstorbenen Vaters Prinz Philip: König Charles ernannte seinen jüngsten Bruder zum Herzog von Edinburgh.
Während andere Mitglieder der Familie mit Interviews, Streit und Skandalen für Schlagzeilen sorgen, scheint Edward also eine ganz andere Strategie gefunden zu haben.
Manchmal reicht bei den Royals offenbar schon eines, um positiv aufzufallen: einfach kein Drama zu machen.