Niemand weiß, wo diese Österreicher sind

Ihre Mutter sucht verzweifelt weiter nach der Hollabrunnerin Jennifer Scharinger. Sie ist nicht die Einzige, die spurlos verschwunden ist.

Die 23-jährige Jennifer Scharinger wird seit 22. Jänner 2018 vermisst. Zuletzt wurde sie an ihrer Wohnadresse in Wien-Brigittenau gesehen. Gegen Mittag verließ sie die Wohnung; Handy, Geldbörse und Reisepass fand die Polizei in ihrem Apartment, einzig eine Decke und ein Koffer fehlten. Wohnungen wurden durchsucht, Waldstücke durchkämmt, doch von Jennifer wurde bis heute keinerlei Spur gefunden.

Zehn mysteriöse Fälle pro Jahr

Rund 11.000 Vermisstenanzeigen pro Jahr bekommt die Polizei, rund 75 Prozent behandeln Minderjährige und davon ein Großteil bereits mehrfach Abgängige. 97 Prozent aller Fälle werden relativ rasch innerhalb eines Monats aufgeklärt. Etwa zehn Fälle pro Jahr bleiben aber mysteriös. Seit Beginn der Aufzeichnungen ab dem Jahr 1960 summiert sich das auf rund 1.000 dauerhaft vermisste Personen in Österreich. Nach ihnen wird europaweit gesucht.

Suchmeldung bleibt weiter aufrecht

Ab einem gewissen Punkt, etwa aufgrund fehlender Hinweise, muss die Polizei die aktive Suche nach einer vermissten Person vorübergehend einstellen. Die Ermittlungen würden aber umgehend weiterlaufen, sobald es in einem Vermisstenfall neue Anhaltspunkte oder Hinweise geben würde. Eine Vermisstenmeldung bleibt solange bestehen, bis der Gesuchte gefunden wird. Die Bildershow oben zeigt Fälle, in denen Vermisste spurlos verschwunden sind, teils seit Jahren.

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