Yule, im ersten Durchgang noch Zweiter, raste mit 1:37,67 noch zu seinem fünften Weltcup-Erfolg, dem Dritten im italienischen Nobel-Skiort. Der 29-Jährige profitierte auch von einer total vergeigten Fahrt des Halbzeit-Führenden Lucas Braathen, der den zweiten Sieg im zweiten Saisonrennen herschenkte, auf Rang vier (+0,27) zurückrutschte.
Henrik Kristoffersen musste sich wie schon in den Riesentorläufen von Alta Badia mit dem zweiten Platz zufrieden geben, fuhr nur um acht Hundertstelsekunden am ersten Saisonsieg und damit dem Premierentriumph von Marcel Hischers Skimarke "Van Deer" vorbei. Der Deutsche Linus Straßer wurde Dritter (+0,18).
"Es war der erste Lauf, da war das Setup zu aggressiv, der zweite Lauf war perfekt. Ich habe gedacht, dass mein Lauf sehr schnell war, aber Daniel Yule war auch schnell, Chapot", gratulierte der Norweger dem Sieger. Und fügte an: "Es kommt, es kommen so viele Möglichkeiten", ergänzte der siegeshungrige Norweger.
Österreichs Ski-Asse zeigten sich im Aufwind, merzten die herbe Slalom-Abfuhr aus dem Vorjahr, als Michael Matt mit Rang 20 bester ÖSV-Läufer wurde, aus. Manuel Feller klassierte sich als Fünfter (+0,53), unmittelbar vor seinem Landsmann Marco Schwarz (+0,79), der mit einem riskanten zweiten Lauf noch elf Plätze gutmachte. Fabio Gstrein als Achter (+1,08) und Adrian Pertl mit Rang neun (+1,31) landeten ebenfalls im Spitzenfeld. Punkte gab es auch für Matt als 17. (+1,65). Johannes Strolz wurde auf dem Weg zu einem Spitzenplatz durch eine herumrutschende Stange aus dem Rennen gerissen.
"Unter der Bindung war der Ski nicht mehr ganz frisch, ich musste im zweiten Durchgang einen anderen Ski nehmen. Bis zur ersten Zwischenzeit kriege ich es alle Jahre wieder nicht hin. Aber ich hab gemerkt, dass der zweiter Lauf ein Guter war", meinte Feller im Ziel.