Niki-Verkauf droht zu platzen

Es schien wie beschlossene Sache: Die insolvente Airline Niki sollte an Vueling/IAG gehen. Ein Gericht könnte den Deal nun kippen.

Könnte Niki Lauda eine eine Chance bekommen, die insolvente Airline Niki doch noch zu kaufen? Der Deal der International Airlines Group (IAG) mit dem Insolvenzverwalter Lucas Flöther könnte wackeln.

Am Donnerstag wird das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg entscheiden, ob einer Beschwerde des Fluggastrechte-Portals Fairplane stattgegeben wird. Dieses hatte gefordert, dass das Insolvenzverfahren statt in Deutschland in Österreich stattfinden soll. Immerhin wurde Niki nach österreichischem Recht gegründet.

Kein Einfluss auf Gläubiger

Ein Sprecher von Flöther räumte am Dienstag ein, dass das Verfahren rechtlich für nichtig erklärt werden könnte, der Verfahrensort habe aber für die Gläubiger keinen Einfluss.

Fairplane hat außerdem einen Insolvenzantrag gegen Niki vor dem Landesgericht Korneuburg (NÖ) eingebracht. Der Grund laut der Organisation: "Die Durchführung in Österreich erleichtert die Durchsetzung der Ansprüche von tausenden geschädigten Passagieren und gewährleistet ein Verfahren abseits der Interessen der Muttergesellschaft Air Berlin in Deutschland." Eine Entscheidung dazu ist laut dem Landesgericht nicht vor nächster Woche zu erwarten.

Deal um 36,5 Millionen Euro

Die IAG hatte zugestimmt, insgesamt 36,5 Millionen Euro für die Vermögenswerte der insolventen Niki zu bezahlen. 20 Millionen Euro für die Gläubiger, 16,5 Millionen zusätzlich als Finanzspritze.

Von den rund 1.000 derzeitigen Niki-Mitarbeitern sollten etwa 740 übernommen werden.

Zur spanischen IAG gehören die British Airways, die Iberia und die Billigfluglinie Vueling, die in Österreich noch weitgehend unbekannt ist. Gerüchten zufolge soll Niki in Vueling integriert werden.

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(lu)

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