Nissan Juke im Test: Nicht nur der neue Look gefällt

Die erste Generation des Juke polarisierte mit seinem Aussehen. Doch nicht nur das neue Design überzeugt – wenn man die entsprechende Ausführung hat.
von
Jörg Michner

Mehr als eine Million Fahrzeuge des ersten Nissan Juke wurden verkauft. Die einen fanden den mutigen Look – vor allem mit den abstehenden Frontscheinwerfern – erfrischend, die andern verzogen entsetzt das Gesicht. Kalt gelassen hat das Crossover keinen. Bei der zweiten Generation übten sich die Designer in Zurückhaltung.

Trotzdem erkennt man sie überall sofort als Nachfolger; der Juke bleibt jugendlich und expressiv, nur halt nicht so extrem. Und wird so wohl auch Leute ansprechen, die sich das alte Modell nie gekauft hätten. Auch innen ist der Wagen stylish. Aber Aussehen ist ja nicht alles.

Technisch gibt es selbstverständlich einige Neuerungen, allen voran ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, das Fahrassistenzsystem ProPilot und mehr Möglichkeiten der Vernetzung mit mobilen Geräten und dem Internet.

Ein Motor

Der günstigste Juke startet bei 19.180 Euro. Es gibt nur noch einen einzigen Motor, einen 117 PS starken, 1 Liter großen Benziner mit drei Zylinder. Dafür stehen fünf Ausstattungsvarianten zur Auswahl sowie die Frage, manuell schalten oder die Automatik den Job machen lassen?

Wir fuhren die Spitzenversion N-Design mit manuellem 6-Gang-Getriebe, die 27.205 Euro kostet. Dazu das Kollisions-Warnsystem Safety Shield, ein Bose-Soundsystem und die Lackierung Sunset Red, und unser Fahrzeug kommt auf 29.720 Euro.

Das wirkt auf den ersten Blick nicht gerade wenig für ein kompaktes Crossover, allerdings ist dann technologisch so ziemlich alles dabei, was man außerhalb der Luxusklasse bekommen kann: Rückfahrkamera, zahlreiche Assistenten, Navi, Sitzheizung, LED-Nebelscheinwerfer, Kllimaautomatik und so weiter und so fort.

Aber so kompakt ist der neue Juke gar nicht, denn er ist in alle Richtungen gewachsen: Auf 4,21 Meter Länge (+ 7,5 cm), 1,8 Meter Breite (+ 3,5 cm) und 1,6 Meter Höhe (+ 1,5 cm). Hinten ist die Beinfreiheit zwar immer noch mehr als überschaubar, dafür ist das Kofferraumvolumen um 68 Liter auf 422 Liter gestiegen.

Assistenzsysteme verbessert

Der Juke fährt sich in der Stadt, wo man ihn wohl hauptsächlich antreffen wird, angenehm. Der Motor beschleunigt hier gut, selbst auf der Autobahn geht es zügig voran, wenn man in die vierte runterschaltet und sich nicht im Eco-Modus befindet. Sonst wird es ein bisschen matt.

Das Spurhaltesystem funktioniert nun deutlich besser als es noch letztes Jahr bei anderen Nissans der Fall war, die "Heute" getestet hat. Allerdings sind die Assistenzsysteme allgemein etwas übervorsichtig. So bremst der adaptive Tempomat schon etwas sehr früh ab. Aber ist halt objektiv gesehen auch sicherer so.

Trotz Bose-Soundsystem enttäuscht die Freisprecheinrichtung – die Qualität beim Telefonieren ist im Auto und auch am anderen Ende der "Leitung" nicht besonders gut. Ein Detail, das wirklich lobenswert ist, ist die Größe der Sonnenblenden. Die helfen im Gegensatz zu vielen anderen tatsächlich bei tiefstehender Sonne.

Alles in allem ist der Juke insgesamt eine gelungene und fesche Weiterentwicklung des ohnehin recht erfolgreichen Vorgängers.

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