Nitsch-Einbrecher legten Tatwerkzeug in Badewanne

Nach dem Einbruch beim Aktionskünstler Hermann Nitsch in Schloss Prinzendorf im niederösterreichischen Weinviertel am Wochenende konnte die Polizei erst jetzt DNA-Spuren sicherstellen können. Grund für die Zeitverzögerung: Die Einbrecher waren absolute Profis.

Nach dem Einbruch beim Aktionskünstler Hermann Nitsch in Schloss Prinzendorf im niederösterreichischen Weinviertel am Wochenende konnte die Polizei erst jetzt DNA-Spuren sicherstellen können. Grund für die Zeitverzögerung: Die Einbrecher waren absolute Profis.

400.000 Euro in bar und Schmuck um rund 100.000 Euro haben Einbrecher aus dem Tresor erbeutet. Nitsch, bekannt durch seine blutverschmierten Schüttbilder, war zum Tatzeitpunkt nicht anwesend. Beamte des Landeskriminalamts sicherten Spuren, die nun ausgewertet werden.

Werkzeug in Badewanne gelegt

Die Täter, die den Tresor geknackt hatten, hatten ihre Einbruchswerkzeuge in eine Badewanne gelegt und diese mit Wasser gefüllt - um Spuren zu vernichten. Dennoch seien einige DNA-Spuren gefunden worden, sagte ein Sprecher der Landespolizeidirektion am Donnerstag. Man hielt sich bedeckt, um die Ermittlungen nicht zu gefährden.

Eine Sprecherin von Hermann Nitsch, der im August seinen 75. Geburtstag begehen wird, verwies darauf, dass Nitsch sich jetzt darauf konzentriert, dass seine geplante Aktion "Sechstagespiel" - "das Zentrum seines Werks" ungefährdet bleibt. Diese Aktion soll im Laufe des Jahres 2014 stattfinden.

Der international bekannte, durch seine Aktionen einst auch polarisierende Künstler, dem im nahen Mistelbach ein eigenes Museum gewidmet ist, hatte das Schloss vor mehr als vier Jahrzehnten gekauft und saniert und hielt dort regelmäßig kulturelle Veranstaltungen ab.

(APA)

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