Österreich

NÖ könnte schon am 28. Jänner zur Urne schreiten

Heute Redaktion
Teilen
Die Spitzenkandidaten: Johanna Mikl-Leitner (VP), Franz Schnabl (SP), Walter Rosenkranz (FP), Helga Krismer (Grüne), Indra Collini (Neos)
Die Spitzenkandidaten: Johanna Mikl-Leitner (VP), Franz Schnabl (SP), Walter Rosenkranz (FP), Helga Krismer (Grüne), Indra Collini (Neos)
Bild: Picturedesk, Daniel Schaler, Wikipedia, FPNÖ, Grüne NÖ, Foto Wilke (heute.at-Montage)

NÖ muss spätestens bis Ende März wählen. Aber: Vieles deutet darauf hin, dass es vermutlich der 28. Jänner wird. Außenseiter-Chancen: der 18. Februar.

Am 15. 10. wählt Österreich - doch nach der Wahl ist bekanntlich vor der Wahl, in NÖ stimmt das diesmal tatsächlich. Zur rechtlichen Situation: Die Landtagswahl in NÖ 2018 muss spätestens im März 2018 erfolgen. Eine frühere Wahl, durch eine Auflösung des Landtages ist jederzeit möglich, aber in höchstem Maße unwahrscheinlich (auch durch die vorgezogene Nationalratswahl).

Vieles deutet derzeit auf einen kurzen Wahlkampf in NÖ hin. Von Schulstart (8. Jänner) bis eben 28. Jänner. "Auch der erste Sonntag nach Fasching, also 18. Februar, war im Gespräch. Ein Märztermin wird es nicht werden", erklärt ein Insider. Frische Nahrung bekamen die Termingerüchte bei einer Pressekonferenz am Mittwoch, weil Alfredo Rosenmaier (SP) dort sagte: "Die Gerüchte verdichten sich, dass es der 28. Jänner wird."

Diese Kandidaten sind fix: Bei der VP ist die Spitzenkandidatin Johanna Mikl-Leitner, bei der SP Franz Schnabl, für die FP Walter Rosenkranz, für die Grünen Helga Krismer und für die Neos Indra Collini.

Einiges fraglich

Das ist noch fraglich: Tritt die Liste Pilz in NÖ an? Was passiert mit Tillmann Fuchs (ehemals Stronach, jetzt parteifreier Landesrat) - tritt er mit einer Liste an oder wechselt er zu einer Partei? Mit welcher Farbe geht die VPNÖ ins Rennen? Schwarz, türkis, schwarz-türkis oder setzt man klassisch auf blau-gelb?

Rückblick: Am 3. März 2013 (an diesem Tag wählte auch Kärnten) holte VPNÖ-Polithero Erwin Pröll die Absolute mit 50,79 %, war somit mitverantwortlich für den Rücktritt des SP-Spitzenmannes Sepp Leitner (er kassierte nach der Onodi-Schlappe 2008 (Anm.: minus 8 %) gleich die nächste Watsch'n aus Sicht der Genossen - minus 3,94 Prozent und somit nur magere 21,57 %).

Die Blauen kamen mit Barbara Rosenkranz auf klägliche 8,21 % - in keinem anderen Bundesland sind die Blauen so schwach. Die Grünen kamen mit Frontfrau Madeleine Petrovic auf 8,06 %. Das Team Stronach kam dank Bierzelt-Wahlkampf auf beachtliche 9,84% - die daraus resultierenden fünf Mandate gibt es zu gewinnen. Die KPÖ, Mutbürger, CPÖ (Rudolf Gehring) und die Piraten schafften den Einzug in den Landtag nicht. Das BZÖ trat 2013 in NÖ wegen Aussichtslosigkeit gar nicht an. (Lie)