Schon bei der letzten Verschärfung der Raser-Strafen war das Land Salzburg federführend am Zug. Strafen wurden empfindlich erhöht, in Extremfällen droht nun sogar eine Versteigerung des geliebten Autos. Geholfen hat das aber offenbar wenig, wie ein Blick in die Polizeiberichte des vergangenen Wochenendes zeigt.
Selbst im Salzburger Stadtgebiet, das wahrlich nicht viele Strecken zum Rasen aufweist, kam es zu vier schweren Unfällen wegen überhöhter Geschwindigkeit. Ein weiterer Tropfen, der das Fass der Politik zum Überlaufen bringt. Am Montag treffen sich Stadt, Land und Polizei, um über weitere Maßnahmen zu beraten, berichtet der ORF Salzburg.
Fix scheint: Es braucht noch härtere Strafen. Das sehen sowohl Bürgermeister Bernhard Auinger als auch Verkehrs-Landesrat Stefan Schnöll so. "Die jüngsten Ereignisse zeigen uns, dass wir den Kampf gegen die Raserszene weiterhin sehr entschlossen führen müssen. Das beginnt bei den Kontrollen und endet bei weiteren gesetzlichen Verschärfungen", sagt Schnöll, der auch bei den blau-schwarzen Verhandlungen auf Bundesebene in der Verkehrsgruppe sitzt.
"Es gilt jetzt alles zu diskutieren, auch eine Radarüberwachung mit stationären Radars, was in der Stadt ja eigentlich eher ungewöhnlich ist, eingreift. Ich bin für alles bereit und offen, was zur Sicherheit auf den Straßen beiträgt", stellt Bürgermeister Bernhard Auinger in den Raum.