Wirtschaft

Noch immer keine Einigung bei Bahn-Verhandlungen

Die KV-Verhandlungen bei den Eisenbahnern gingen am Montag vorerst ergebnislos zu Ende. Allerdings zeichnet sich schon am Dienstag eine Einigung ab. 

Michael Rauhofer-Redl
Bei den Eisenbahnern sind die Verhandlungen über die Kollektivverträge schon weit fortgeschritten. 
Bei den Eisenbahnern sind die Verhandlungen über die Kollektivverträge schon weit fortgeschritten. 
Karl Schöndorfer / picturedesk.com

Am Montag gingen die Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern bei den Eisenbahnern in die mittlerweile siebente Runde. Nachdem die Fronten zuletzt so verhärtet waren, dass die Angestellten ihre Arbeit für einen ganzen Tag niedergelegt haben, scheinen beide Seiten nun einen großen Schritt aufeinander zugemacht haben.

Denn obwohl die Gesprächsrunde am Montagabend nach sechs Stunden unterbrochen wurde, betonen beide Seiten, dass sie nicht gescheitert sei. Schon am heutigen Dienstag soll ab 9.30 Uhr weiterverhandelt werden. Gut möglich, dass sich beide Parteien auf eine Gehaltserhöhung einigen. Doch selbst wenn das gelingt, ist der Abschluss noch nicht fix. Die Gewerkschaft kündigte nämlich an, die Mitglieder über das Ergebnis abstimmen zu lassen.

Konkret wollen die Arbeitnehmer die Erhöhung des KV und des Ist-Lohnes um 400 Euro brutto. Durchschnittlich wäre das eine Erhöhung um rund zwölf Prozent. Die Arbeitgeber boten zuletzt eine Erhöhung von 8,4 Prozent an. Dabei würde es sich um eine Mindesterhöhung von 208 Euro handeln. Das werde "sicher nicht reichen", heißt es seitens der Gewerkschaft.

Einigung zeichnet sich ab

Nun scheint aber Bewegung in die Sache gekommen zu sein. Denn obwohl beide Seiten nach den Verhandlungen am Montag keine Details nennen wollten, scheint nun klar zu sein, dass es in Richtung eines Mehrphasenmodells laufen könnte. Dieses könnte sogar für zwei Jahre gelten. Gewerkschafts-Chefverhandler Gerhard Tauchner skizziert, dass es in diesem Modell eine zeitlich gestaffelte Lohnerhöhung gebe. "Mit diesem Modell könnten wir leben, aber die Summen passen noch nicht", erklärt Tauchner im Ö1-Morgenjournal.

Spießen würde es sich laut Tauchner vor allem bei den unteren und mittleren Einkommen. "Das ist genau da, wo wir mehr wollen", zeigte der Gewerkschafter ein "echtes Problem" auf.

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