Unwetter in Österreich

"Noch nicht erlebt" – Autos von der Straße gefegt

Im Bezirk Bruck/Leitha ist selbst der Feuerwehrkommandant fassungslos über die Stärke des Unwetters am Donnerstag.
Newsdesk Heute
21.08.2026, 07:29
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Lange wurden auf den Regen gewartet, jetzt kam er – und wie! Ausführlich im Vorfeld gewarnt, doch trotzdem kam das Unwetter am Donnerstag für viele aus dem Nichts. Wolkenbruch, Starkregen, Sturm, auch kleiner Hagel war in Wien dabei, etwa in Liesing und Landstraße.

Noch härter getroffen hat es den Bezirk Bruck/Leitha in Niederösterreich. Alleine dort mussten die Feuerwehren zu 400 Einsätzen ausrücken. Feuerwehrkommandant Christian Edlinger spricht von "massiven Wassereintritten" in die Keller und Häuser der Bewohner, mancherorts sei das Wasser nur so durchgeschossen, dass die Menschen Angst bekamen.

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Autos von der Straße gefegt

"Es sind Fahrzeuge von der Straße gefegt worden, wo Fahrer und Beifahrer noch im Fahrzeug waren", schildert Edlinger. Die Feuerwehrmannschaften sind natürlich sofort hingeeilt und konnten alle Insassen retten.

Schwere Unwetter gibt es in den letzten Jahren häufiger, doch das am Donnerstag sei anders gewesen. "Ich bin jetzt schon über 40 Jahre bei der Feuerwehr aber so etwas habe ich so noch nicht erlebt. So massiv wie es uns jetzt getroffen hat, das war bisher noch nicht vorhanden und nicht bekannt.

Weiter hohe Sturmgefahr

Verschnaufpause gibt es für die österreichischen Feuerwehren am Freitag keine. Quer durchs Land steht direkt die nächste ausgeprägte Gewitterlage bevor, sagt UBIMET-Meteorologe Nikolas Zimmermann.

"Der Schwerpunkt verlagert sich dabei vom Osten an die Alpennordseite. Im Norden und Osten herrscht am Abend zudem hohe Sturmgefahr."

Auch am Freitag bleibt Österreich im Einfluss des Tiefs über Skandinavien, die Front über dem Alpenraum zieht nur sehr langsam ab. Das Schauer- und Gewitterpotenzial ist in der labilen Luftmasse daher weiterhin deutlich erhöht und neuerlich muss mit kräftigen Gewittern gerechnet werden.

Die aktuelle Wetter-Lage

Erst am Wochenende beruhigt sich das Wetter unter Zwischenhocheinfluss und mit Zufuhr trockener, kühlerer Luft aus Nordeuropa wieder.

Am Samstag beruhigt sich das Wetter, die anfangs oft noch dichten Wolken lockern am Vormittag auf und vor allem im Flachland zeigt sich die Sonne. Im Bergland bilden sich rasch Quellwolken, aber lediglich von der Silvretta bis zu den Tauern und Karnischen Alpen ist mit einzelnen Schauern oder schwachen Gewittern zu rechnen. Im Norden und Osten weht noch mäßiger bis lebhafter West- bis Nordwestwind.

Der Sonntag gestaltet sich landesweit ruhig, schwach windig und meist sonnig. Einzig im Bergland und hier vor allem im Süden sind nachmittags einzelne Schauer oder schwache Gewitter möglich.

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