Noch nie so viele Corona-Infektionen an nur einem Tag

Patient auf der Intensivstation (Symbolbild): Noch nie steckten sich in 24 Stunden so viele Personen an.
Patient auf der Intensivstation (Symbolbild): Noch nie steckten sich in 24 Stunden so viele Personen an.picturedesk.com
Die Weltgesundheitsorganisation WHO schlägt Alarm: Noch nie gab es seit Anbeginn der Coronakrise so viele Neuinfektionen an nur einem Tag, wie es am Mittwoch der Fall war. In 24 Stunden kamen 106.000 neue Fälle dazu.

Es ist ein trauriger Rekord: "In den vergangenen 24 Stunden wurden der WHO 106.000 Fälle gemeldet, die höchste Zahl an einem einzigen Tag seit Beginn der Epidemie", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am späten Mittwochabend. Die Folgen besonders für ärmere Länder könnten dramatisch sein, so die WHO. Die Fälle fänden sich vor allem in Ländern mit schwachem oder nicht vorhandenem Gesundheitssystem, zwei Drittel der Neuinfektionen stammen demnach aus vier nicht genannten Ländern. Insgesamt sind nun beinahe fünf Millionen Corona-Fälle weltweit registriert.

Schon vor einigen Tagen hieß es: Die europäischen Staaten sollten sich nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits jetzt auf eine zweite tödliche Welle von Coronavirus-Infektionen einstellen. "Es sei an der "Zeit für die Vorbereitung, nicht für Feierlichkeiten", sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, der britischen Zeitung "The Telegraph". Er reagierte damit auf die Lockerung von Maßnahmen gegen die Pandemie in mehreren Ländern.

"Doppelwelle" mit Masern und Grippe

Besonders besorgt äußerte sich der WHO-Regionaldirektor über die Möglichkeit einer "Doppelwelle". "In dem Fall könnten wir eine zweite Covid-Welle haben und eine saisonale Grippe oder die Masern." Viele Kinder seien nicht gegen die Masern geimpft, warnte Kluge. Die Länder müssten die Zeit nun nutzen, um ihr Gesundheitswesen zu stärken und zum Beispiel die Kapazitäten in Krankenhäusern auszubauen.

Zwar gingen in Staaten wie Großbritannien, Frankreich und Italien die Fallzahlen zurück, sagte der Experte. Aber das bedeute noch nicht, dass sich die Pandemie dem Ende nähere. Wegen der Coronakrise hielt die WHO ihre zweitägige Jahresversammlungnur online ab.

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