Die Ozeane außerhalb der Polargebiete waren im Juli 2026 so warm wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen. Im weltweiten Durchschnitt erreichten sie 20,96 Grad Celsius.
Besonders heftig traf es Westeuropa: Mit durchschnittlich 21,62 Grad lag die Region um satte 2,79 Grad über dem langjährigen Mittel - auch das ein neuer Rekord.
Wie es bei Spektrum der Wissenschaft unter Berufung auf Daten des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) heißt, lag die weltweite bodennahe Lufttemperatur mit 1,47 Grad über dem vorindustriellen Referenzwert - nur knapp unter der 1,5-Grad-Grenze.
Westeuropa erlebte seit Mai bereits vier ausgeprägte Hitzewellen. Die anhaltende Trockenheit hat gravierende Folgen: In Spanien, Frankreich, Großbritannien und Deutschland hat es monatelang nicht geregnet.
Flüsse wie Seine, Rhein und Donau führen Niedrigwasser. Kraftwerke müssen gedrosselt werden, die Schifffahrt ist eingeschränkt. Dürre und Hitze befeuerten zudem zahlreiche Waldbrände.
Das sich entwickelnde El-Niño-Ereignis könnte laut Forschern das stärkste seit mindestens 150 Jahren werden. Viele Wissenschaftler gehen davon aus, dass 2027 dadurch zum heißesten Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen werden könnte.
"Wenn Böden austrocknen, verlieren sie ihre Fähigkeit zur natürlichen Kühlung, wodurch sich die Hitze leichter stauen kann", erklärt Samantha Burgess vom EZMW. Hitze und Dürre würden sich zunehmend gegenseitig verstärken.