Klimawandel

Noch nie so warm: Ozeane brechen Rekord

Der Juli 2026 brachte weltweit extreme Hitze. Die Ozeane waren so warm wie nie - Experten warnen vor dem stärksten El Niño seit 150 Jahren.
Technik Heute
10.08.2026, 11:07
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Die Ozeane außerhalb der Polargebiete waren im Juli 2026 so warm wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen. Im weltweiten Durchschnitt erreichten sie 20,96 Grad Celsius.

Besonders heftig traf es Westeuropa: Mit durchschnittlich 21,62 Grad lag die Region um satte 2,79 Grad über dem langjährigen Mittel - auch das ein neuer Rekord.

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Wie es bei Spektrum der Wissenschaft unter Berufung auf Daten des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) heißt, lag die weltweite bodennahe Lufttemperatur mit 1,47 Grad über dem vorindustriellen Referenzwert - nur knapp unter der 1,5-Grad-Grenze.

Vier Hitzewellen seit Mai

Westeuropa erlebte seit Mai bereits vier ausgeprägte Hitzewellen. Die anhaltende Trockenheit hat gravierende Folgen: In Spanien, Frankreich, Großbritannien und Deutschland hat es monatelang nicht geregnet.

Flüsse wie Seine, Rhein und Donau führen Niedrigwasser. Kraftwerke müssen gedrosselt werden, die Schifffahrt ist eingeschränkt. Dürre und Hitze befeuerten zudem zahlreiche Waldbrände.

Monster-El-Niño droht

Das sich entwickelnde El-Niño-Ereignis könnte laut Forschern das stärkste seit mindestens 150 Jahren werden. Viele Wissenschaftler gehen davon aus, dass 2027 dadurch zum heißesten Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen werden könnte.

"Wenn Böden austrocknen, verlieren sie ihre Fähigkeit zur natürlichen Kühlung, wodurch sich die Hitze leichter stauen kann", erklärt Samantha Burgess vom EZMW. Hitze und Dürre würden sich zunehmend gegenseitig verstärken.

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