Noch vier jugendliche Flüchtlinge abgängig

37 Kinder und Jugendliche hätten am Freitag von Traiskirchen nach Wien gebracht werden sollen. Als sie die Reise antreten sollten, fehlte jedoch laut ORF-Bericht von 14 Bewohnern jede Spur. Der Wiener Flüchtlingskoordinator ortet Chaos in der Verwaltung und übte heftige Kritik an den Zuständen. Die Regierung ist sich keiner Schuld bewusst. Ein Sprecher teilte mit, dass nur sieben Flüchtlinge gefehlt hätten. Vier sind bis dato nicht mehr zurückgekehrt.

gebracht werden sollen. Als sie die Reise antreten sollten, fehlte jedoch laut ORF-Bericht von 14 Bewohnern jede Spur. Der Wiener Flüchtlingskoordinator ortet Chaos in der Verwaltung und übte heftige Kritik an den Zuständen. Die Regierung ist sich keiner Schuld bewusst. Ein Sprecher teilte mit, dass nur sieben Flüchtlinge gefehlt hätten. Vier sind bis dato nicht mehr zurückgekehrt.

Wie "orf.at" berichtete, wurden die Kinder und Jugendlichen in der betreuten Wohngemeinschaft der Volkshilfe Wien in Liesing und im Zweite Georg-Danzer-Haus in Favoriten erwartet. 14 Flüchtlinge konnten dem Bericht zufolge in Traiskirchen nicht ausfindig gemacht werden, in Liesing sollen zwei Kinder angekommen sein, die gar nicht auf der Liste standen.

Innenministerium spricht nur von sieben Verschwundenen

Das Innenministerium ist sich keiner Schuld bewusst, es hieß am Freitag wörtlich: "Asylsuchende liegen nun einmal nicht in Ketten". Sprecher Karlheinz Grundböck sagte, dass lediglich sieben unbegleitete Flüchtlinge nicht anzutreffen gewesen seien. Laut Grundböck sind drei Kinder noch am Freitagnachmittag zurückgekehrt. Vier afghanischen Jugendlichen wurden auch am Sonntag nicht gefunden und für abgängig erklärt.

Die restlichen sieben Jugendlichen und Kinder hätten das Lager nicht verlassen wollen, weil zwar nicht ihre Eltern, aber andere Familienangehörige vor Ort sind.

Koordinator: "Eine Katastrophe für die Kinder"

Der Wiener Flüchtlingskoordinator Peter Hacker kritisierte in "Wien heute", dass bei den unter 14-Jährigen der Überblick fehle. "Es ist eine Katastrophe für die Kinder, die dort in diesem Lager alleine offensichtlich herumirren."

Es handle sich um eine "Katastrophe für die österreichische Verwaltung", sagte Hacker. "Das darf nicht sein, das muss Konsequenzen haben, davon bin ich überzeugt." Der Flüchtlingskoordinator sprach von einem Skandal, man müsse in der kommenden Woche darüber sprechen.

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