In der letzten Woche wurden drei im Justizzentrum Korneuburg tätige Personen positiv auf Corona getestet. Es handelt sich um eine Staatsanwältin und einen ihr zugeteilten Rechtspraktikanten. Auch ein weiterer Rechtspraktikant, der einer Strafrichterin des Landesgerichtes Korneuburg zugeilt ist, wurde positiv auf Coronaviren getestet.
Seither wurden mehrere Kontaktpersonen ersten Grades getestet, diese Tests sollen jedoch alle negativ verlaufen sein.
Vorsichtshalber wurden alle weiteren Rechtspraktikanten, die dem Landesgericht Korneuburg bzw. der Staatsanwaltschaft Korneuburg zugeteilt sind, außer Dienst gestellt. Laut Erstem Staatsanwalt Friedrich Köhl ist die erkrankte Kollegin nicht im Spital, sondern zu Hause.
Ende März 2020 hatte der tödliche Verkehrsunfall einer Korneuburger Staatsanwältin für Aufsehen gesorgt. Die 37-Jährige war auf der S1 beim Tunnel Tradenberg im Bezirk Korneuburg gegen die Tunnelwand gekracht. Die positiv getestete 37-Jährige dürfte aus Angst vor Corona und den Folgen der Pandemie gegen das Tunnelportal gekracht sein.
Ein Ersthelfer, der noch verzweifelt versucht hatte, das Opfer zu reanimieren, wurde nach dem Einsatz dringend gesucht. Der Ersthelfer hörte schließlich vom Unfall samt infizierter Person und meldete sich bei der Polizei. Der Mann wurde danach auf Corona getestet, der Test verlief negativ.