Norbert Hofer: "Bin überzeugt, dass Impfung schützt"

Norbert Hofer ist geimpft
Norbert Hofer ist geimpftROLAND SCHLAGER / APA / picturedesk.com
Im Burgenland herrscht breiter Konsens: Auch Ex-FPÖ-Chef Norbert Hofer spricht sich für die Corona-Impfung aus – und schert damit bei den Blauen aus.

Burgenland, Land der Jaukerl, Land der ersten österreichischen Impf-Lotterie. Und nun bekommt Burgenlands Landeschef Hans Peter Doskozil auch von den Blauen Unterstützung beim Ansinnen, eine möglichst breite Durchimpfung zu erzielen. Norbert Hofer (Ex-FP-Chef, kommt aus Pinkafeld) lässt nun aufhorchen: "Ich bin geimpft - und auch meine Familie. Ich bin zudem aufgrund der Faktenlage davon überzeugt, dass eine Impfung schützt. Ich wehre mich aber dagegen, ungeimpfte Personen zu stigmatisieren. Es ist eine höchst persönliche Entscheidung, ob man sich impfen lässt oder nicht", so der ehemalige FPÖ-Chef Norbert Hofer auf Twitter.

Das Posting überrascht ein bisschen, macht die FPÖ doch in letzter Zeit massiv gegen die Corona-Impfung Stimmung. Allen voran Herbert Kickl, der sogar unlängst ein Video veröffentlichte, wo er mit Falschinformationen vor der Impfung warnte. Auch Salzburgs Marlene Svazek trat bei "Im Zentrum" am Sonntag im ORF mit wilden Theorien impfkritisch auf.

Lügen-Eklat im Nationalrat

Auch der FPÖ-Abgeordnete Peter Wurm sorgte am Donnerstag beim Gesundheitsausschuss des Nationalrates für einen Eklat, indem er den Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres der "Lüge" bezichtigte, "Heute" berichtete. Dieser hatte gerade einen Vortrag über die Wirkung der Corona-Schutzimpfung gehalten. Szekeres, der von der SPÖ als Experte geladen war, verließ daraufhin die Sitzung.

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Einen Tag später legte die stellvertretende FPÖ-Klubobfrau Dagmar Belakowitsch nach: "Im gestrigen Hearing des Gesundheitsausschusses sagte der als SPÖ-Experte geladene Ärztekammer-Präsident Szekeres die glatte Unwahrheit. Er hat behauptet, dass in den Spitälern auf den Intensivstationen nur ungeimpfte Patienten lägen. Diese Behauptung ist eindeutig falsch, sie widerspricht sogar den zum Beispiel vom ORF veröffentlichen aktuellen Daten des Gesundheitsministeriums und den veröffentlichen Aussagen aus verschiedenen Krankenanstalten. Das ist eine Tatsache", erklärte sie in einer Aussendung.

"Ohne FPÖ könnte Österreich Dänemark sein"

Landwirtschafts- und Tourismusministerin Elisabeth Köstinger sowie auch der Wiener Politikwissenschaftler Jakob-Moritz Eberl machen die FPÖ hingegen für die niedrige Impfquote verantwortlich. "Ohne ServusTV und ohne die FPÖ könnte Österreich jetzt Dänemark sein", schreibt der Experte auf Twitter.

Auch Köstinger sieht das ähnlich: "Wenn die Blauen rund um Kickl nicht wiederholt die Wirksamkeit der Corona-Schutzimpfung in Frage stellen würden, wäre die Impfquote in Österreich höher und wir könnten weitere Lockerungsschritte - wie etwa in Dänemark - durchführen."

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